Nach Schlesingers Rücktritt :
Der RBB liegt in Trümmern

Lesezeit: 5 Min.
Nun ermittelt die Justiz gegen sie: die zurückgetretene RBB-Intendantin Patricia Schlesinger.
Zuerst trat sie als ARD-Vorsitzende zurück, dann als Intendantin des RBB. Patricia Schlesinger hat die Reißleine gezogen. So vermeidet sie einen erzwungenen Abgang. Ihr Sender braucht einen Neuanfang, der sich gewaschen hat.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) ist wirklich fix, man könnte auch sagen: Er eilt den Dingen einen Schritt voraus. Als Patricia Schlesinger am vergangenen Donnerstagabend ihren Rückzug als Vorsitzende der ARD bekanntgab, riet der Bundesvorsitzende des DJV, Frank Überall, der Intendantin des Rundfunks Berlin Brandenburg (RBB) im selben Atemzug: Sie solle sich fragen, ob es ratsam sei, an der Spitze des Senders zu verbleiben. Kaum war am Sonntagabend Schlesingers Rücktritt als Intendantin verkündet, hieß es von der Journalistengewerkschaft, es brauche an der Spitze des Senders „einen überzeugenden Neuanfang“. Genau so ist es. Doch einen Augenblick sollte man schon innehalten, auf den Status Quo schauen und fragen: Was war denn das? Was hat wer mit wem ausgeklüngelt? Und dann: Was muss sich ändern?

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