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Nach Mängeln in Doku : WDR trennt sich von Autorin

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Fakten und Fiktion: Sascha und Tanja sind seit 31 Jahren verheiratet - oder etwa nicht? Bild: WDR

Der WDR findet weitere Mängel in seiner Doku „Ehe aus Vernunft“ aus der Sendereihe „Menschen hautnah“. Die verantwortliche Autorin will der Sender nicht weiter beschäftigen.

          Dem WDR liegen neue Erkenntnisse zu Mängeln der Dokumentation „Ehe aus Vernunft“ der Sendereihe „Menschen hautnah“ vor. Nach Sichtung des vorhandenen Drehmaterials habe man nun festgestellt, dass bei diesem Film auch die echte Beziehungsgeschichte eines weiteren Paares – Sascha und Tanja – in „unzulässiger Weise zugespitzt wurde“.

          Zwar handele es sich um eine reale Beziehung, die Gefühlslage sei jedoch „verzerrt dargestellt“ worden. Der Film, der in der Mediathek bisher mit einem entsprechenden Hinweis versehen war, soll entfernt werden. Die WDR-Fernsehchefredakteurin Ellen Ehni erklärte: „Das Vertrauensverhältnis zur Autorin ist zerstört. Deshalb werden wir sie ab sofort nicht mehr beauftragen.“

          Zuvor waren nach WDR-Angaben zwei Protagonisten der Filme über eine Website gewonnen worden, auf der Sender und Produktionsfirmen Komparsen und andere Mitwirkende für Fernsehsendungen suchen. Zudem gab es in den Filmen Fehler und Ungereimtheiten bei Jahreszahlen, Hobbys und Altersangaben. Ehni kündigte an, man werde bei „Menschen hautnah“ nun genauer hinschauen. So weite die Redaktion das Vieraugen-Prinzip und die Gegenrecherche aus und präzisiere die Kriterien für die Suche nach Betroffenen zu dem jeweiligen Thema. „Wir müssen dafür Sorge tragen, unseren eigenen hohen Standards zu entsprechen“, sagte Ehni.

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