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Weitere Terrordrohnungen : „Ihr seid als nächste dran“

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„Gereizte Gefühle“: auch der neue Titel von „Charlie Hebdo“ erregt Zorn in der islamischen Welt Bild: AFP

Auch nach dem Pariser Attentat geht der Terror weiter. Die afghanischen Taliban begrüßen den Mord an den Redakteuren von „Charlie Hebdo“. Den Redakteuren der Satirezeitschrift „Le Canard enchaîné“ kündigen anonyme Drohschreiben an, man werde ihnen die Beine zerstückeln.

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          Einen Tag nach dem Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ hat auch die größte französische Satirezeitschrift „Le Canard enchaîné“ Terrordrohungen erhalten. „Ihr seid als nächste dran“, heißt es in einer Botschaft, die per Mail in der Redaktion einging und am Mittwoch veröffentlicht wurde. Man würde die Journalisten „mit einem Beil zerstückeln“. Die Polizei hat daraufhin den Schutz der Redaktion verstärkt. Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf. In Brüssel wurden vier Kioskbesitzer in einem anonymen Schreiben unter Androhung von Vergeltung vor dem Verkauf der Zeitschrift gewarnt.

          In der islamischen Welt setzt sich unterdessen auch nach dem tödlichen Anschlag die Kritik an „Charlie Hebdo“ fort. In einer Erklärung im Internet haben die afghanischen Taliban die Terroraktion ausdrücklich begrüßt. Die Schuldigen seien „ihrer gerechten Strafe zugeführt“ worden. Sie hätten mir ihren Mohammed-Karikaturen die Gefühle von Muslimen weltweit gereizt, heißt es auf der Website. Die Zeichnungen hätten den über der ketzerischen westlichen Kultur liegenden Schleier gehoben.

          Der Zorn richtet sich auch gegen die jüngste Ausgabe der Satirezeitschrift, die einen weinenden Mohammed auf der Titelseite zeigt. Auch sie wird als Provokation aller Muslime gewertet. Als solche hatte sie am Mittwoch bereits die Al-Azhar-Universität in Kairo bezeichnet, die als höchste Autorität des sunnitischen Islams gilt. Die iranische Regierung sprach von einem Missbrauch der Pressefreiheit.

          Nach Anschlägen in Paris : Karikaturisten pochen auf Meinungsfreiheit

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