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Datenschutz im Internet : Mozilla arbeitet mit Tor zusammen

  • Aktualisiert am

Bereits jetzt bietet Mozilla den Nutzern im Firefox-Browser zahlreiche Möglichkeiten, die Privatsphäre zu schützen Bild: Mozilla

Eigene Server und genauere Abstimmung der Firefox-Software: Um auch technisch wenig versierten Nutzern den Eigendatenschutz im Internet zu erleichtern, arbeitet Mozilla künftig mit Tor zusammen.

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          In einer Umfrage unter siebentausend erwachsenen Internetnutzern aus sechs Ländern haben Ende Oktober drei Viertel der Befragten angegeben, ihre persönlichen Daten seien ihrem Eindruck nach im Internet weniger geschützt als noch im Jahr zuvor. Die Netzkonzerne wüssten einfach zu viel über sie.

          Entweder hatten die Snowden-Enthüllungen den Blick damals stärker auf die Überwachung durch die Geheimdienste NSA und GCHQ gerichtet und vom Ausmaß kommerzieller Ausspähung abgelenkt, oder das Bewusstsein, dass alle Nutzer im Internet gleichermaßen unter Beobachtung stehen, ist seitdem gewachsen. Allerdings wachsen auch die Möglichkeiten, die eigenen Daten im Internet ohne großes technisches Wissen zu schützen.

          Nur wenige Tage nach der Nachricht, dass Sicherheitsdienste das Anonymisierungsnetzwerk Tor geknackt haben, stellt die Mozilla-Stiftung, die unter anderem den populären Browser Firefox anbietet, ihre „Polaris“-Initiative zum Schutz der Privatsphäre vor. Zusammen mit dem Tor-Projekt und dem Center for Democracy and Technology will sie die Möglichkeiten auch für technisch wenig versierte Nutzer verbessern, ihre Daten im Internet zu schützen. Der Einsatz von Tor über Firefox soll weiter vereinfacht, die Übertragung beschleunigt werden.

          Tor lenkt die abgerufenen Daten über bislang nicht nachvollziehbare Wege um und verhindert so, dass die Übertragung bis zum Nutzer zurückverfolgt werden kann. Noch ist unklar, ob den Sicherheitsdiensten gelungen ist, diese Umleitungen dauerhaft aufzudecken. Jetzt will Mozilla nicht nur die eigene Software besser auf den Tor-Einsatz abstimmen, sondern selbst Server innerhalb des Tor-Netzwerks betreiben, damit die Nutzerzahlen steigen können, ohne dass der Service leidet.

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