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Früherer „Monitor“-Moderator : Klaus Bednarz gestorben

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Klaus Bednarz, 1942 bis 2015 Bild: dpa

Er leitete die ARD-Studios in Warschau und Moskau und moderierte über Jahre hinweg das investigative Politmagazin „Monitor“. Jetzt ist Klaus Bednarz mit 72 Jahren in Schwerin gestorben.

          Der im brandenburgischen Falkensee geborene Fernsehjournalist Klaus Bednarz ist tot. Er starb am Dienstagabend im Alter von 72 Jahren in Schwerin. Das bestätigte eine WDR-Sprecherin am Mittwoch in Köln. Bednarz galt als einer der profiliertesten und meinungsstärksten TV-Journalisten der Nachkriegszeit. Er wurde vor allem bekannt als Auslandskorrespondent in Moskau und als Moderator des ARD-Politmagazins „Monitor“ von 1983 bis 2001. Zuletzt lebte Bednarz in einem kleinen Dorf nahe Schwerin.

          Der am 6. Juni 1942 geborene Bednarz war neben seiner „Monitor“-Tätigkeit auch Kommentator der ARD-Sendung „Tagesthemen“ und von 2002 bis zu seiner Pensionierung 2007 WDR-Chefreporter sowie ARD-Sonderkorrespondent. Er gründete das ARD-Studio in Warschau und war Leiter des Studios in Moskau. Für seine journalistische Arbeit erhielt der Journalist zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Carl-von-Ossietzky-Medaille, die Goldene Kamera und den Umwelt-Medienpreis der Deuschen Umwelthilfe.

          WDR-Intendant Tom Buhrow nannte den Verstorbenen „einen der bedeutendsten deutschen Fernsehjournalisten“. „Klaus Bednarz war ein unbeugsamer Fürsprecher für Mensch und Umwelt“, so Buhrow. Unter seiner Leitung habe die Sendung „Monitor“, dessen Redaktionsleiter Bednarz auch war, Herausragendes und Richtungsweisendes auf dem Gebiet des investigativen Journalismus geleistet. WDR-Chefredakteurin Sonia Seymour Mikich sagte: „Klaus Bednarz war ein Anker für alle, die sich für Menschenrechte, Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen“.

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