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Serie zum Clinton-Skandal : Monica Lewinskys Drehbuch

  • -Aktualisiert am

Wieder im Rampenlicht: Monica Lewinsky ist Koproduzentin der nächste Staffel von „American Crime Story“. Bild: EPA

Aus dem Skandal um den früheren amerikanischen Präsidenten Bill Clinton und die damalige Praktikantin im Weißen Haus, Monica Lewinsky, wird eine Fernsehserie. Lewinsky ist an der Produktion beteiligt. Die Demokraten fürchten Schlimmes.

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          Der Skandal um Bill Clinton und Monica Lewinsky soll im Mittelpunkt der kommenden Staffel von Ryan Murphys Anthologieserie „American Crime Story“ stehen. Murphy wird die zehnteilige Serie nach dem Buch „A Vast Conspiracy: The Real Story of the Sex Scandal that Nearly Brought Down a President“ von Jeffrey Toobin gemeinsam mit Monica Lewinsky produzieren.

          Clinton war während seiner ersten Amtszeit als Präsident Mitte der neunziger Jahre beschuldigt worden, eine sexuelle Beziehung zu der damaligen Praktikantin im Weißen Haus zu haben; ein Amtsenthebungsverfahren von 1998 wegen Falschaussagen und Justizbehinderung endete mit einem Freispruch und weitreichender Häme gegen Lewinsky sowie ungewollter weltweiter Publicity für die damals Fünfundzwanzigjährige.

          Murphy hatte die Aufarbeitung der Geschichte als „American Crime Story“ schon im vergangenen Jahr angekündigt, allerdings unter der Voraussetzung, dass Lewinsky ihre eigene Geschichte erzählen dürfe. Beanie Feldstein soll Lewinsky spielen, Sarah Paulson wird in der Rolle von Linda Tripp zu sehen sein, die heimlich ihre Telefongespräche mit Lewinsky über deren Beziehung mit Clinton aufzeichnete. Paula Jones, die Clinton damals ebenfalls beschuldigte, sie sexuell bedrängt zu haben, wird von Annaleigh Ashford gespielt. Wer Bill Clinton darstellen wird, ist bisher noch nicht bekannt.

          Sie soll Monica Lewinsky spielen: Die Schauspielerin Beanie Feldstein am 31. Juli 2019 in Beverly Hills.

          Im Rahmen der MeToo-Debatte war Monica Lewinsky im vergangenen Jahr zu neuer Prominenz gelangt: Mit dem Podcast „Slow Burn“ und der Dokumentation „The Clinton Affair“ gibt es bereits zwei Neubetrachtungen des Skandals. Murphys Serie soll den Titel „Impeachment“ (Amtsenthebung) tragen.

          In der amerikanischen Öffentlichkeit wurde Kritik am Timing der Serie im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl 2020 laut. Zwar gehören weder Bill noch Hillary Clinton zu den Kandidaten der Demokraten, aber der geplante Ausstrahlungstermin am 27. September, gut fünf Wochen vor der Wahl, könnte, meinen Kritiker, den Republikanern Auftrieb geben. „Nichts wäre Trump willkommener als den Endspurt vor der Wahl für einen Rückblick auf die Clintons zu nutzen“, schrieb der Medienjournalist Mark Harris. John Landgraf, Chef des ausstrahlenden Senders FX, verteidigte seine Entscheidung auf der halbjährlichen Konferenz der Fernsehkritiker: „Ich habe das Drehbuch gelesen, ich finde es großartig, und ich glaube kaum, dass es beeinflussen kann, wer der nächste amerikanische Präsident wird.“

          Das Projekt wird von hohen Erwartungen begleitet. Die erste Staffel der „American Crime Story“-Reihe, „The People vs. O.J. Simpson“ über den Mordprozess gegen den früheren Football-Star O.J. Simpson, hatte neun Emmys und den Golden Globe als beste Miniserie gewonnen. Die zweite Staffel über den Mord an dem Modedesigner Gianni Versace war ebenfalls vielfach ausgezeichnet worden.

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