https://www.faz.net/-gqz-83i2q

Satiremagzin : Mohammed-Zeichner Luz verlässt „Charlie Hebdo“

  • Aktualisiert am

Luz mit der von ihm gezeichneten Titelseite im Januar Bild: dpa

Er hatte den weinenden Mohammed in der ersten Ausgabe von „Charlie Hebdo“ nach dem Anschlag auf die Redaktion gezeichnet. Nun begründete Luz seinen bevorstehenden Abschied vom Satiremagazin.

          1 Min.

          Viereinhalb Monate nach dem blutigen Anschlag auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ hat dessen Zeichner Luz seinen Ausstieg aus der Redaktion angekündigt. „Das ist eine sehr persönliche Entscheidung“, sagte er in einem Interview der Zeitung „Libération“. Luz ist eins der bekanntesten überlebenden Redaktionsmitglieder. Er zeichnete das Titelbild der ersten Ausgabe nach dem islamistischen Anschlag, das einen weinenden Propheten Mohammed zeigte.

          Der Zeichner - mit bürgerlichem Namen Renald Luzier - will das Magazin im September verlassen. „Wenn ich abhaue, dann weil es schwierig für mich ist, über das Tagesgeschehen zu arbeiten“, sagte er. Es fehlten Zeichner für die anstehende Arbeit. „Jeder Redaktionsschluss ist eine Folter, weil die anderen nicht mehr da sind.“

          Die Redaktion des Satiremagazins ringt nach Medienberichten derzeit um ihren künftigen Kurs und den Umgang mit den Millionen Euro, die nach dem Anschlag über zusätzliche Verkäufe und Spenden in die Kassen kamen. Redaktionschef Riss relativierte die Spannungen allerdings in der Zeitung „Le Monde“: „Das Leben bei Charlie war noch nie ein langer ruhiger Fluss.“

          Weitere Themen

          Kalter Lockdown in Manhattan

          Eingesperrt als Performance : Kalter Lockdown in Manhattan

          Für seine „One Year Performances“ ließ sich Tehching Hsieh von 1978 an fünfmal für je ein Jahr einsperren. Ein Gespräch mit dem taiwanischen Künstler über seine Erlebnisse in dieser Zeit.

          Topmeldungen

          Eberhard Zorn, Generalinspekteur der Bundeswehr, und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), bei einer Pressekonferenz im März 2020

          Kramp-Karrenbauer zum KSK : „Generalinspekteur Zorn hat Fehler gemacht“

          In der jüngsten Debatte über das KSK gesteht die Verteidigungsministerin Fehler ihres Generalinspekteurs ein. Der habe das Parlament nicht ausreichend informiert. Berichte über eine Ablösung von Kommandeur Kreitmayr weist sie als „Fake News“ zurück.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.