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ARD-Moderator : „Mister Sportschau“ Werner Zimmer gestorben

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Werner Zimmer bei einem Treffen des Landessportverbandes für das Saarland Bild: Picture-Alliance

Der als „Mister Sportschau“ bekannt gewordene Journalist Werner Zimmer ist tot. Er hatte die Sportsendung von 1966 bis 1993 moderiert und war anschließend zum stellvertretenden Intendanten des Saarländischen Rundfunks aufgestiegen.

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          Der Moderator und ehemalige Programmdirektor des Saarländischen Rundfunks (SR) Werner Zimmer sei am Montagabend im Alter von 78 Jahren gestorben, teilte ein SR-Sprecher am Dienstag in Saarbrücken mit. Zimmer war 40 Jahre für den ARD-Sender des kleinsten deutschen Flächenlandes tätig. „Sein Elan, seine Motivation ständig Neues anzuschieben und seine selbstlose, herzliche Art werden uns fehlen“, gab SR-Intendant Thomas Kleist bekannt.

          1936 im saarländischen Schaffhausen geboren, studierte Werner Zimmer Geschichte, Theologie und Sport an der Universität des Saarlandes. Schon während seines Studiums arbeitete er ab 1961 als freier Mitarbeiter beim Saarländischen Rundfunk in der Sportredaktion. Beim Landessender startete er dann eine Karriere und beendete seine aktive Rundfunkarbeit 2001 als Programmdirektor Hörfunk und Fernsehen und stellvertretender Intendant. Einem breiten Publikum wurde Zimmer durch die ARD-„Sportschau“ bekannt, die er zwischen 1966 und 1993 moderierte. Unter anderem war der Journalist auch Chef des Tour-de-France Teams der ARD. Zimmer lebte zuletzt in St. Ingbert.

          Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer würdigte Werner Zimmer in einer Presseerklärung als einen „besonderen Menschen, überragenden Botschafter und Freund unseres Landes“. Zimmer engagierte sich neben seiner Fernsehkarriere ehrenamtlich in mehreren saarländischen Sportverbänden. „Für viele Menschen war eine Sportschau ohne Werner Zimmer nicht vorstellbar“, sagt Kramp-Karrenbauer.

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