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Russische Medienzensur : Putin sperrt Seiten der Opposition

  • Aktualisiert am

Gari Kasparow als Sprecher bei einer regierungskritischen Kundgebung in Moskau Bild: dpa

Kritiker des Regierungskurses geraten in Russland unter starken Druck. Vier der wichtigsten Internetseiten der Opposition wurden gesperrt. Man wirft ihnen Aufruf zu illegalen Aktivitäten vor.

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          In Russland sind am Donnerstag vier der  wichtigsten Internetseiten der Opposition gesperrt worden. Wie die  russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor mitteilte, ist unter  anderem der Blog des führenden Kreml-Kritikers Alexej Nawalny  betroffen, der seit Februar unter Hausarrest steht. Begründet wurde die Sperrung damit, dass Nawalny trotz eines Verbots zur Benutzung des Internets über Vertraute weiter seinen Blog betrieben habe. Ein  Gesetz erlaubt seit Februar die Sperrung von Seiten ohne  Gerichtsbeschluss.

          Laut Roskomnadsor wurde auch die Internetseite Kasparov.ru des  früheren Schachweltmeisters und Bürgerrechtlers Garri Kasparow auf  die schwarze Liste gesetzt. Die Behörde warf ihm „Aufruf zur  illegalen Aktivitäten und Teilnahme an Massenkundgebungen, die die  öffentliche Ordnung verletzen“ vor. Aus den selben Gründen wurden  auch die kremlkritischen Internetseiten EJ.ru und Grani.ru  gesperrt. Die Seiten konnten jedoch noch außerhalb Russland  erreicht werden.

          Die Entscheidung von Roskomnadsor erfolgte zwei Tage nachdem die  Chefredakteurin der ältesten und meistgelesenen Nachrichtenseite  Russlands, Lenta.ru, wegen der Verbreitung „extremistischen  Materials“ entlassen worden war. Lenta.ru hatte unter anderem  wiederholt über die rechtsradikale paramilitärische Gruppierung Prawy Sektor berichtet, die bei den Protesten in der Ukraine gegen  den prorussischen Präsidenten Viktor Janukowitsch eine führende  Rolle spielte.

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