ARD-Chef Ulrich Wilhelm :
Medienplattform soll Gegner zu Verbündeten machen

Michael Hanfeld
Ein Kommentar von Michael Hanfeld
Lesezeit: 3 Min.
Hat Visionen: Ulrich Wilhelm, ARD-Vorsitzender und Intendant des BR, spricht auf dem Zeitungskongress des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV).
Der ARD-Chef wirbt für ein Mega-Portal im Netz, das den Öffentlich-Rechtlichen und den Verlagen gleichermaßen dienlich sein soll. Mal wird es als europäisches Youtube heraufbeschworen, mal als deutsches Google, mal ist es alles zusammen. Eine Einordnung.

Die Zeiten ändern sich und mit ihnen die Gefechtslagen. Der Gegner von gestern ist der Verbündete von heute. Wie das gehen kann, zeigt der Stimmungsumschwung zwischen Verlagen und dem öffentlichen-rechtlichen Rundfunk auf Schönste. War im vergangenen Jahr auf dem vom Bundesverband der Deutschen Zeitungsverleger (BDZV) ausgerichteten Zeitungskongress Krawall angesagt, herrscht diesmal Friede, Freude, Schulterschluss. Verantwortlich sind für diesen Gleichklang zwei, die zuvor keinem Klingenkreuzen aus dem Weg gingen, und ein großer Plan, von dem Medienmacher in Deutschland und Europa seit mehr als einem Jahrzehnt träumen.

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