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Medienkrise : „New York Times“ streicht hundert Redaktionsstellen

  • Aktualisiert am

Von den Stellenstreichungen sind 7,5 Prozent der Beschäftigten betroffen Bild: Reuters

Wegen sinkender Anzeigenerlöse streicht die „New York Times“ hundert Stellen, vor allem in ihrem Newsroom. Zudem wird die Opinion-App des Verlags eingestellt.

          Die „New York Times“ streicht 100 Arbeitsplätze in ihrer aus mehr als 1300 Journalisten bestehenden Redaktion. Damit reagiere das Management auf den Schwund der Anzeigeneinnahmen und den mangelnden Erfolg neuer Angebote, erklärte Chefredakteur Dean Baquet in einem Brief an die Angestellten. Die auf Kommentare spezialisierte App für Mobilgeräte, „NYT Opinion“, werde eingestellt, hieß es am Mittwoch auch in einem Artikel in eigener Sache. Das Angebot habe nicht genügend Abo-Kunden für sich gewinnen können. Das für seine Qualität vielfach ausgezeichnete Traditionsblatt gilt als Flaggschiff des amerikanischen Journalismus. Es hat wie seine Konkurrenz aber mit der Abwanderung von Werbekunden ins Internet zu kämpfen.

          Die „NYT“ hatte in den vergangenen sechs Jahren nach eigenen Angaben immer wieder Dutzende Stellen gestrichen. Jeweils 100 fielen 2008 und 2009 weg, weitere 30 zu Beginn des letzten Jahres. Auch wegen der Produktion neuer Online-Produkte sei die Redaktion aber zuletzt auf rund 1330 Mitarbeiter gewachsen, nach 1250 Ende des Jahres 2013. Auch in nicht-redaktionellen Bereichen solle die Belegschaft nun in geringem Maß reduziert werden, hieß es weiter.

          Die Aktien des Verlagshauses der „New York Times“ stiegen nach Bekanntwerden des Stellenabbaus um bis zu zehn Prozent.

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