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Sparkurs wegen Coronakrise : „Spiegel“ erwägt Kurzarbeit und Stellenabbau

  • Aktualisiert am

Verlagsgebäude des „Spiegel“-Verlags in Hamburg Bild: dpa

Medienhäuser haben durch den Shutdown mit Verlusten im Anzeigengeschäft zu kämpfen. Der „Spiegel“ hat seinen Mitarbeiter deshalb Kürzungen angekündigt – und er steht nicht allein da.

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          Wie der Branchendienst Meedia berichtet, haben „Spiegel“-Chefredakteur Steffen Klusmann und weitere Führungskräfte in einem Video den Mitarbeitern mitgeteilt, das Haus lote derzeit die Möglichkeiten der Kurzarbeit aus. Entscheidungen darüber, ob das tatsächlich umgesetzt werde und welche Abteilungen es treffe, stünden aber noch aus, sagte eine Sprecherin.

          Durch den Shutdown schalten Unternehmen viel weniger Anzeigen, auf die die meisten Verlage aber finanziell angewiesen sind. Der „Spiegel“ wird seine Etatplanung wie viele andere Medienunternehmen korrigieren müssen und prüft nach Meedia-Informationen auch den Abbau von Arbeitsplätzen, um die Kosten zu senken. Älteren Mitarbeitern sollen attraktive Vorruhestandsregelungen angeboten werden. Auch auf das Engagement externer Berater soll vorerst verzichtet werden.

          Der „Spiegel“ steht damit nicht alleine: Auch die Südwestdeutsche Medienholding (SWMH), zu der die „Süddeutsche Zeitung“, „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ gehören, schickt ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit. Ebenso verfährt die Funke-Mediengruppe. Die finanzielle Unterstützung, die der Staat den Unternehmen durch das Kurzarbeitergeld gewährt, soll am Ende vermeiden, dass Mitarbeitern gekündigt werden muss.

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