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Korruption beim Kika : Die Millionen sind verschwunden

Beim Kinderkanal Kika verschwanden knapp zehn Millionen Euro. Bild: dapd

Knapp zehn Jahre lang gab es beim öffentlich-rechtlichen Kinderkanal Kika ein Korruptionssystem. Jetzt zieht der zuständige MDR Bilanz. Sie fällt für die Gebührensender katastrophal aus.

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          Vier Jahre hat es gedauert, nun ist die Aufklärung der Korruptionsfälle beim Kinderkanal Kika nach Darstellung des für den Sender in der ARD zuständigen MDR abgeschlossen. Gegen zwanzig Personen sei ermittelt, einige von ihnen seien rechtskräftig verurteilt worden, teilte die MDR-Intendantin Karola Wille dem Rundfunkrat ihres Senders mit. Der Gesamtschaden belaufe sich auf 9,966 Millionen Euro. Davon habe der MDR 2,3 Millionen Euro an Schadenersatz zurückholen können.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Die fraglichen Vorgänge gehen auf die Jahre 2002 bis 2010 zurück. In dieser Zeit wirtschaftete der ehemalige Herstellungsleiter des Kika, Marco K., rund 8,2 Millionen Euro in die eigene Tasche. Er wurde 2012 vom Landgericht Erfurt zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der 2008 hinzugetretene Kika-Geschäftsführer Steffen Kottkamp wurde entlassen, weil es seltsame Bargeldzahlungen an seinen Assistenten gegeben hatte. Dies geschah durch überhöhte Rechnungen an Produktionsfirmen, von denen etwas abgezweigt wurde.

          Kottkamp beklagte nach seinem Abgang, er habe von diesem Vorgang nichts gewusst und sei vom MDR als Bauernopfer auserkoren worden, um von Versäumnissen bei der Aufsicht des Kika abzulenken. Über seine Entlassung einigte er sich mit dem MDR außergerichtlich. Der frühere Kika-Geschäftsführer Frank Beckmann hatte im Herbst 2013 eine Auflage von 30 000 Euro akzeptiert, gegen welche die Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue gegen ihn eingestellt wurden. Es ging um Kosten eines Betriebsfestes. Beckmann war kurz darauf als Programmdirektor des NDR wiedergewählt worden.

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