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Reform von ARD und ZDF : Wie Kultur uns einen kann

MDR-Intendantin Karola Wille bei einer Diskussionsveranstaltung im Rahmen des ARD-Forums anlässlich des Lesefestes Leipzig Bild: MDR

Wer fragt, in welche Richtung sich ARD und ZDF entwickeln sollen, findet die Antwort in der Vernetzung: Wir stiften Gemeinsinn und bauen Brücken. Ein Gastbeitrag.

  • -Aktualisiert am
          5 Min.

          Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk junge Menschen erreichen kann? Man möge doch die Fernseher künftig hochkant stellen, so Christian Zöllner von der Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Er ist Miterfinder des fabmobil, ein fahrendes Kunst- und Zukunftslabor für die Oberlausitz. Ein mit Digitaltechnik und Werkzeugmaschinen ausgestatteter Doppeldeckerbus für junge Menschen im ländlichen Raum, die Kultur vor allem auf dem Smartphone konsumierten, erklärt Zöllner. An die Öffentlich-Rechtlichen habe er noch nie als Partner gedacht, sagte der fabmobil-Erfinder beim Werkstattgespräch zum Thema „Unser kultureller Gemeinwohlbeitrag im Wandel?“ mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gesellschaft, Politik, Kultur, ARD, ORF, ZDF, Deutschlandradio und Arte in Leipzig in dieser Woche.

          Dabei liegt gerade in solchen Netzwerken ein riesiges, noch zu wenig erschlossenes Potential. Die Pandemie ist in Teilen auch kreativer Treiber einer intensiven Debatte um den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Es geht um das Verständnis des gesellschaftlichen Wertbeitrags bei den Bürgerinnen und Bürgern, in der Politik und in den Medienhäusern selbst. Grund genug, Kritik ernst zu nehmen. Etwa die grundsätzliche Frage des früheren Politikers und streitbaren Publizisten Gerhart Baum an dieser Stelle, ob den Verantwortlichen in den öffentlich-rechtlichen Sendern die Rolle von Kultur und Kunst für die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft bewusst genug sei.

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