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Antwort auf Zuckerberg : Machen wir!

  • -Aktualisiert am

Da sagte er nicht so viel: Facebook-Chef Mark Zuckerberg im April des vergangenen Jahres bei einer Anhörung im amerikanischen Kongress. Bild: AP

Facebook-Chef Mark Zuckerberg sagt, er wünsche sich mehr Regulierung im Internet. Das lässt sich schneller und besser ins Werk setzen, als er denkt. Ein Gastbeitrag.

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          Am Sonntag der vergangenen Woche wurde in Zeitungen weltweit, unter anderem in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, ein Artikel von Mark Zuckerberg veröffentlicht. Mark Zuckerberg ist Unternehmer. Im Wesentlichen schreibt er, dass das Unternehmen, das er verantwortet, die Gefahren, die aus dieser Unternehmung entstehen, nicht beherrscht. Er schlägt daher vor, dass man sich auf gemeinsame Standards einigen solle, um die Menschen und die Gesellschaft, die seinem Unternehmen ausgesetzt sind, zu schützen. Außerdem sei es eine gute Idee, wenn die Einhaltung dieser Standards durch externe Experten überwacht würde.

          Seit dem vorvergangenen Sonntag äußern sich viele Vertreter ebendieser Gesellschaft, die geschützt werden soll, öffentlich. Sie spekulieren darüber, was Zuckerberg denn wohl gemeint haben könnte, was seine Beweggründe sind und ob das alles eine Finte ist. Nun mag das menschlich eine interessante Frage sein. Systematisch ist die Frage, ob Mark Zuckerberg das ernst meint oder nicht, allerdings vollkommen irrelevant. Relevant ist allein die Frage, was diese Gesellschaft will. Es ist an uns – und nicht an einem Unternehmer aus den Vereinigten Staaten –, zu überlegen, was wir schützen wollen und wie wir das erreichen.

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