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F.A.Z. exklusiv : Warum Mai Thi Nguyen-Kim zum ZDF kommt

Bald beim ZDF: Mai Thi Nguen-Kim. Bild: ddp/INTERTOPICS/Horst Galuschka

Der Programmdirektor Norbert Himmler kündigt im Interview eine kleine Bildungs- und Wissenschaftsoffensive an. Dabei setzt er auf die Expertise einer Wissensvermittlerin, die sich zuerst im Netz einen Namen gemacht hat.

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          Sie starten angeblich eine Bildungsoffensive mit Blick auf Kinder und Jugendliche, Schülerinnen und Schüler im Lockdown.

          Michael Hanfeld
          (miha.), Feuilleton

          Wir tun ohnehin viel, auch für Jugendliche, Schülerinnen und Schüler. Aber das vergangene Jahr im Lockdown hat uns gelehrt, dass man nie genug tun kann, insbesondere bei den Naturwissenschaften. Wir müssen Fragen beantworten, die da lauten: Wie verbreitet sich das Virus? Wie mutiert es? Wie funktionieren Impfstoffe? Sind sie sicher? Hier haben wir einen gewichtigen Aufklärungsauftrag als ZDF. Beginnend mit der Pandemie haben wir deshalb unsere Anstrengungen verstärkt und seit März letzten Jahres 578 wissenschaftliche Beiträge zum Thema publiziert. Jetzt verstärken wir das noch einmal.

          Sie meinen aber nicht richtiges Schulfernsehen, wie etwa bei der britischen BBC, mit Unterrichtstunden?

          Genau, das meine ich nicht. Schon der Blick auf die unterschiedlichen Lehrpläne in den sechzehn Bundesländern zeigt, dass das wenig zielführend ist. Wir bieten stattdessen crossmediales Anschauungsmaterial an, das in den Unterricht eingebunden werden kann. Die didaktische Umsetzung – auch und gerade im Digitalunterricht – liegt bei den Lehrerinnen und Lehrern, die können das ohnehin am besten.

          Aber was geschieht denn dann bei Ihnen im Programm?

          Das Interessante ist, dass wir hier nicht nur vom linearen Programm sprechen, wo wir etwa mit unserer Marke „Terra X“ und unserem Moderator Harald Lesch eine sehr gute Präsenz haben. Die Herausforderung ist, junge Zielgruppen auf anderen Wegen zu erreichen. Die Alleinstellung der Öffentlich-Rechtlichen ist ja längst Geschichte. Heute haben wir ganz andere Verhältnisse, gerade im Nonlinearen. Dort müssen wir uns mit unseren Inhalten und unserer Glaubwürdigkeit immer wieder neu behaupten. Wir gestalten das Angebot unserer Mediathek attraktiv und müssen auf Kanälen wie Youtube und Instagram unterwegs sein, auch um gerade Schülerinnen und Schüler zu gewinnen. Dazu haben wir eine Offensive gestartet. Im Zentrum steht unsere Kernmarke „Terra X“, die wir zu einer reichweitenstarken Digitalmarke ausgebaut haben.

          „Ich bin sehr froh, dass wir Frau Nguyen-Kim dauerhaft fürs ZDF gewinnen konnten“, sagt ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler.
          „Ich bin sehr froh, dass wir Frau Nguyen-Kim dauerhaft fürs ZDF gewinnen konnten“, sagt ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler. : Bild: ZDF

          Sie brauchen für die Vermittlung von Bildung und Wissenschaft aber auch die richtigen Köpfe und solche, mit denen sich Ihre Zielgruppen identifizieren können. Haben Sie die?

          Ja, die haben wir. Und es stimmt: Die Reputation unserer Sendungen muss sich mit der von „Wissenschafts-Vermittlerinnen und -Vermittlern“ verbinden. Da waren und sind wir mit Harald Lesch, Dirk Steffens, aber auch Sir Christopher Clark sehr gut aufgestellt. Nun tritt eine Wissenschaftlerin hinzu: Dr. Mai Thi Nguyen-Kim. Sie kennt diese „weitere Dimension“, die digitale Welt, sehr genau. Auf unserem, gemeinsam mit der ARD betriebenen, Content-Netzwerk „funk“ ist sie sehr erfolgreich. Sie versteht sich nicht nur als Wissenschaftlerin, sondern als Wissenschafts-Kommunikatorin. Genauso wichtig, wie Wissenschaft sei die Vermittlung von Wissenschaft an ein breites Publikum, so ihr Credo. Das ist genau unser Auftrag. Ich bin sehr froh, dass wir Frau Nguyen-Kim dauerhaft fürs ZDF gewinnen konnten.

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