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Magazin : „Playboy“ will keine Nacktfotos mehr zeigen

  • Aktualisiert am

Playboy will zukünftig eher die Phantasie seiner Leser anregen. Bild: dpa

Schluss mit nackten Tatsachen: Wegen der übermächtigen Konkurrenz im Netz will sich der „Playboy“ neu erfinden und verabschiedet sich von seinem bisherigen Markenkern. 

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          Der „Playboy“ möchte sich von dem Heftinhalt verabschieden, der das amerikanische Magazin weltweit bekannt gemacht hat: Nacktfotos. Laut einem Bericht der „New York Times“, stimmte Hugh Hefner – der Gründer und amtierende Chefredakteur des „Playboy“ – zu, nach einer im März anstehenden Umgestaltung des Heftes keine Fotos von komplett nackten Models mehr zu drucken.

          Mit dem Abschied von seinem bisherigen Markenkern versucht der „Playboy“, sich angesichts sinkender Auflagen neu zu erfinden. Das Magazin, das in den 70er Jahren über eine Auflage von fast sechs Millionen Exemplaren verfügte, wurde zuletzt pro Ausgabe nur noch 800.000 Mal gedruckt. Die Geschäftsführung des traditionsreichen Printproduktes sieht die einfache Verfügbarkeit von pornografischem Material im Internet als Hauptgrund dafür.

          Online-Auftritt ohne Nacktheit

          „Mein zwölfjähriges Ich wäre sehr enttäuscht von mir“, sagte Cory Jones, der das Ende der Nacktfotografie bei „Playboy“ vorantrieb im Gespräch mit der „New York Times“. Er fügte hinzu: „Aber es ist der richtige Weg.“

          Mit ihrer neuen jugendfreien Version wollen die „Playboy“-Macher künftig neue Leser für sich gewinnen. Im Internet hat das Magazin diese Strategie bereits ausprobiert. Seit einem Jahr gibt es in dem Online-Auftritt keine Nacktfotos mehr zu sehen. Seither habe sich die Zahl der Besucher nach Angaben des Unternehmens auf 16 Millionen pro Monat vervierfacht. Zudem sei das Durchschnittsalter der Leser von 47 auf etwas über 30 gesunken. Ein Grund dafür sei die leichtere Verbreitung in sozialen Medien wie Facebook, die keine Nacktbilder zulassen.

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