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Lisa Eckharts Roman „Omama“ : Nachts, wenn der Russe in die Spüle pinkelt

Aufgeputschte Suche nach dem Unbehagen: Lisa Eckhart Bild: dpa

Lisa Eckharts Romandebüt steht schon eine Weile im Zentrum einer Literaturdebatte. Jetzt ist „Omama“ erschienen. Bei aller Geschwätzigkeit könnte man glatt vergessen, worüber eigentlich gestritten wurde.

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          Am Beginn des zweiten Teils von Lisa Eckharts Debütroman „Omama“ steht eine Art essayistische Abhandlung über die historische Entwicklung von Dorfgemeinschaften. Die sakralen Säulen dörflicher Gemeinschaften, heißt es da, seien „Schönling, Matratze, Depp und Trinker. Die vierfache Einfältigkeit. Heute stehen an ihrer Stelle lust-, genuss-, humorbefreite Sitten und Moralapostel und eine primitive Heerschar ungustiöser Epigonen.“ Nun, da sich die Zeiten geändert hätten, gelte der Depp als Behinderter, und niemand lache mehr über seinen „bunten Irrwitz“.

          Elena Witzeck

          Redakteurin im Feuilleton.

          Und der Dorftrinker? Komme als „Süchtler“ in die Entzugsklinik. „So hieß man früher nur solche, welche gerne Rauschgift nahmen. Und Rauschgift hieß man etwas nur, wenn ein Schwarzer es verkaufte.“

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