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Kabarettistin Lisa Eckhart : Das Ich hat in der Kunst keinen Platz

Lisa Eckhart dieser Tage bei einem Pressetermin in Wien. Bild: dpa

In Hamburg wurde ein Auftritt von Lisa Eckhart aus Furcht vor Krawall abgesagt. In Dresden stand sie gerade auf der Bühne. Wie geht das weiter? Fragen an eine Künstlerin, die man missverstehen kann.

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          Von rund zwanzig Demonstranten berichten die „Dresdner Neueste Nachrichten“. Auf fünf Zeilen mehr kommt die Meldung, in der die Zeitung von den Protesten berichtet, die den Auftritt von Lisa Eckhart begleiteten. Die Kabarettistin trat mit ihrem aktuellen Programm am Donnerstag auf der Freilichtbühne „Junge Garde“ auf. Weil Krawall befürchtet wurde, hatte die Veranstalterin um verstärkte Polizeipräsenz gebeten. Eine Eskalation blieb aus. Die Demonstranten trugen Banner mit der Aufschrift „Diskriminierung keine Bühne bieten“ und „Antisemitismus nicht witzig“ und legten Punkmusik auf. Die aber war, wie die „Sächsische Zeitung“ notiert, nicht laut genug, um den Auftritt Lisa Eckharts vor rund tausend Besuchern zu stören. Die Vorstellung war restlos ausverkauft.

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Das Angebot des Veranstalters zum Gespräch habe man angenommen, zitieren die „Dresdner Neueste Nachrichten“ namenlose Protestierer, doch habe Lisa Eckharts Reaktion gelautet, „sie nehme prinzipiell keine Kritik von unten an“. Ihre Vorstellung zu besuchen, um sich „hinterher anzusehen, wogegen sie vorher demonstriert haben“, hätten die Demonstranten jedoch abgelehnt, wird Lisa Eckhart von der Zeitung zitiert.

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