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Kulturpreis-Affäre : Die NZZ protestiert gegen den Hessischen Kulturpreis

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Die „Neue Zürcher Zeitung“ nimmt Stellung in der Affäre um den Hessischen Kulturpreis. Dass Navid Kermani die Auszeichnung wieder aberkannt wurde, wertet die Zeitung als „öffentliche Diskreditierung“ ihres Autors und ihrer eigenen diskursiven Bemühungen.

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          Ohne den Artikel, den die „Neue Zürcher Zeitung“ am 14. März von ihm gedruckt hatte, wäre Navid Kermani der Hessische Kulturpreis nicht aberkannt worden. „Mit Besorgnis und Verwunderung nimmt die publizistische Leitung“ der NZZ von den Vorfällen und den Vorwürfen gegen ihren Autor Kenntnis. An diesem Dienstag veröffentlichte ihr Chefredakteur Markus Spillmann im Feuilleton einen Kommentar mit dem Titel „Einspruch der NZZ wegen Eklat um Navid Kermani“.

          Die Jury, schreibt Spillmann, „desavouiert“ ihre ursprüngliche Wahl und beschädigt das Ansehen des Hessischen Kulturpreises: „Insbesondere jedoch müssen wir diese nachträgliche Aberkennung auch als öffentliche Diskreditierung von Navid Kermanis intellektueller Integrität betrachten und mittelbar auch der Bemühungen der Neuen Zürcher Zeitung, religionskulturelle Fragen unvoreingenommen zu diskutieren.“ Spillmann berichtet, dass die Zeitung am Montag einen Brief an den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch abgeschickt habe.

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