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RTL zu unvorsichtig? : Musikshow ohne Masken

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Die „Dragqueen Angel“ als Teilnehmerin der RTL-Show „I Can See Your Voice“. Bild: RTL/TV Now

Die RTL-Musikshow „I Can See Your Voice“ wird kritisiert, weil das Publikum im Studio angeblich zu nahe beeinander sitzt und niemand eine Maske trage. Die Macher der Show weisen die Kritik zurück.

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          Die Produzenten der RTL-Musikshow „I Can See Your Voice“ haben sich gegen Kritik verteidigt, man gehe zu leichtsinnig mit der Gefahr durch das Coronavirus um. Viele Zuschauer, die die Sendung am Bildschirm verfolgt hatten, hatten in sozialen Netzwerken ihr Unverständnis geäußert. Dabei ging es in erster Linie um den Abstand der Gäste im Saal zueinander und um die Frage, warum niemand im Studio während der Show mit einer Maske zu sehen gewesen sei. Viele stellten die Frage, wer die Veranstaltung in der Form genehmigt hat.

          Auf „rtl.de“ versicherte ein Sprecher der zuständigen Produktionsfirma Tresor, die Corona-Regeln seien zu jeder Zeit eingehalten worden: „Zu unserem Produktionszeitpunkt durften maximal 150 Leute zusammensitzen, solange die Rückverfolgbarkeit gegeben war. Während des Check-ins und dem Einlass mussten jederzeit 1,5 Meter Abstand gehalten werden und es gab Maskenpflicht im Foyer.“ „rtl.de“ listete noch mehr Sicherheitsvorkehrungen auf.

          Der Leiter des Kölner Gesundheitsamtes, Johannes Nießen, erklärte auf Anfrage, er habe zu der Show kein eigenes Hygienekonzept vorliegen. Ein solches sei lediglich für die Vox-Sendung „Grill den Henssler“ in dem Studio abgestimmt worden. Grundsätzlich könne unter den geltenden Corona-Regeln aber „auf den Mindestabstand am Platz verzichtet werden, sofern die besondere Rückverfolgbarkeit gewährleistet ist. Gleichfalls darf am Sitzplatz der Mund-Nasen-Schutz abgelegt werden.“

          „I Can See Your Voice“, eine Show nach südkoreanischem Vorbild, hatte am Dienstagabend bei RTL Premiere. Das Konzept der Sendung: Ein Rateteam mit Judith Rakers, Evelyn Burdecki, Tim Mälzer, Jorge González und Thomas Hermanns versucht herauszufinden, ob Kandidaten wirklich singen können oder nur bluffen. Die Stimme des Auftretenden bekommen sie dabei zunächst nicht zu hören. Zum Auftakt erzielte „I Can See Your Voice“ eine gute Einschaltquote. 2,14 Millionen (7,9 Prozent) waren am Bildschirm dabei. In der für den Privatsender besonders wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war es mit 13,1 Prozent die stärkste Primetime-Sendung.

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