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Bundesarbeitsgericht : Klage zu Schauspieler-Verträgen für „Der Alte“ abgewiesen

  • Aktualisiert am

Bis ins Jahr 2014 waren sie dabei: Markus Böttcher (l.) und Pierre Sanoussi-Bliss (Mitte) mit Jan-Gregor Kremp (sitzend) und Michael Ande im September 2013 am Rande der Dreharbeiten der ZDF-Krimiserie „Der Alte“ in München. Bild: dpa

Viele Jahre lang haben Pierre Sanoussi-Bliss und Markus Böttcher in der ZDF-Serie „Der Alte“ wechselnden Ermittlern assistiert. Gegen ihren Rauswurf haben sie sich gewehrt – bis vor dem Bundesarbeitsgericht.

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          Zwei langjährige Schauspieler in der ZDF-Serie „Der Alte“ sind vor dem Bundesarbeitsgericht mit ihren Klagen gegen die Art ihrer Anstellungsverträge gescheitert. Das höchste deutsche Arbeitsgericht wies an diesem Mittwoch in Erfurt die Revision von Pierre Sanoussi-Bliss (55) und Markus Böttcher (53) zurück.

          Die beiden Schauspieler hatten mit der zuständigen Produktionsfirma nach Gerichtsangaben Verträge geschlossen, die sich auf einzelne Folgen oder die Folgen des Kalenderjahres bezogen. Die Richter werteten die Befristungen für die Schauspieler als wirksam und sachlich gerechtfertigt.

          Beide waren viele Jahre in der seit 1977 laufenden Serie zu sehen, 2014 kam mit dem Ende der letzten Befristung für die TV-Ermittler das Aus. Das Gericht musste zwischen der Kunstfreiheit und dem Bestandsschutz für die Darsteller abwägen. Es entschied, dass das Interesse des Senders, auch kurzfristig die Serie fortzuentwickeln überwiegt – und damit auch umbesetzt werden kann.

          Die Klagen richteten sich gegen die Produktionsfirma. Das Landesarbeitsgericht in München hatte sie zuvor abgewiesen, den Gang zum Bundesarbeitsgericht aber zugelassen. Die beiden Schauspieler, die bei der Verhandlung in Erfurt anwesend waren, reagierten enttäuscht, wollten sich aber nicht weiter äußern.

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