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„Unsere Mütter, unsere Väter“ : Polnische Veteranen ziehen vor Gericht

Szene des Anstoßes: Viktor (Ludwig Trepte) trifft unter polnischen Partisanen auf Antisemiten. Bild: AP

Als 2013 der ZDF-Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ ausgestrahlt wurde, hagelte es in Polen mitunter harsche Kritik. Jetzt haben Veteranen in Krakau Klage eingereicht.

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          Für die 2013 ausgestrahlten Kriegstrilogie „Unsere Mütter, unsere Väter“ müssen sich die Produktionsfirma Ufa Fiction und das ZDF vor dem Krakauer Bezirksgericht verantworten. Ein 92 Jahre alter Veteran der polnischen Heimatarmee, die im Zweiten Weltkrieg gegen die deutsche Besatzung kämpfte, sieht durch die Fernsehfilme seine Persönlichkeitsrechte und die Würde der polnischen Nation verunglimpft. Zusammen mit dem „Weltverband der Soldaten der polnischen Heimatarmee“ fordert er eine Entschuldigung des ZDF im polnischen Fernsehen und einen Schadenersatz in Höhe von umgerechnet 5700 Euro.

          Niklas Záboji
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der von Nico Hofmann produzierte Dreiteiler „Unsere Mütter, unsere Väter“ erzählt die Geschichte des Zweiten Weltkriegs aus der Perspektive von fünf jungen Deutschen. Zwei sind Wehrmachtsoldaten. Ihr Freund Viktor schließt sich auf der Flucht polnischen Partisanen an, muss vor ihnen aber geheim halten, dass er Jude ist, weil er auf Antisemiten in den Reihen der Heimatarmee trifft. Die Trilogie wurde mit dem „Deutschen Fernsehpreis“ und dem „International Emmy“ ausgezeichnet, auch im polnischen Fernsehen und in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt.

          In Polen traf sie auf teils harsche Kritik. Polnische Freiheitskämpfer würden als Mittäter des Holocaust gezeichnet, lautete ein Vorwurf, um die deutsche Schuld zu relativieren. Die Produktionsfirma weist die Anschuldigung im nun eröffneten Prozess zurück und verweist auf die Kunstfreiheit.

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