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Kevin Spaceys Weihnachtsvideo : Wer gegen die Regeln spielt, ist raus

  • -Aktualisiert am

„Ich fühle mich erstaunlich gut“: Kevin Spacey etwa ein Jahr nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen ihn, am 24. Dezember 2018 Bild: Youtube

Wenige Tage, bevor er wegen Belästigungsvorwürfen vor Gericht steht, hat sich Kevin Spacey mit einem Video zurückgemeldet. Er spielt darin Frank Underwood und sich selbst. Und tut sich damit keinen Gefallen.

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          Hätte man gerade ein Jahr gänzlich auf Nachrichten verzichtet und dann an einem dieser langen Winterabende beschlossen, die letzte Staffel von „House of Cards“ zu sehen, der Serie über den ruchlosen, wahnsinnig machtbesessenen Präsidenten Frank Underwood, man wäre wahrscheinlich enttäuscht gewesen. Sicher aber wäre man nach der ersten Folge noch eine Weile auf dem Sofa sitzen geblieben und hätte darüber nachgedacht, ob einem da nicht wieder eine dieser vollendeten Lügen aufgetischt wurde. Der Strippenzieher Underwood tot, Kevin Spacey nach all der kunstvollen Anmaßung raus aus der Serie? Niemals.

          Was, wenn er in der nächsten Folge zurückkehrte? Oder am Ende der Staffel? Wenn er seine Wiederauferstehung mit einer Botschaft verbände, in der er gleichermaßen für sich, den Schauspieler, und seine ausdrucksstärkste Figur, eben diesen Präsidenten Underwood, spräche, mit der er sich listig und zutraulich direkt an seine treuen Zuschauer wendete? Und die Botschaft würde lauten: Schlüsse können trügerisch sein.

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