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Katharine Viner : „Guardian“ wählt erstmals eine Frau an die Spitze

Die neue „Guardian“-Chefredakteurin Katharine Viner Bild: The Guardian

Katharine Viner folgt als neue Chefredakteurin des „Guardian“ auf Alan Rusbridger. Sie ist zwar nicht die erste, aber zur Zeit die einzige Frau an der Spitze einer angesehenen britischen Tageszeitung.

          Der „Guardian“ erhält zum ersten Mal in seiner fast zwei hundert Jahre alten Geschichte eine Chefredakteurin. Der Vorstand der Scott Stiftung, dem die linksliberale Tageszeitung gehört, hat Katharine Viner am Freitag nach einer siebenstündigen Sitzung zur Nachfolgerin von Alan Rusbridger bestimmt. Der scheidende Chefredakteur übernimmt nach zwanzig Jahren als Chefredakteur die Leitung von Lady Margaret Hall, einem der Colleges der Universität Oxford. Rusbridger wird außerdem Dame Liz Forgan als Vorsitzender der Scott Stiftung ersetzen.

          Gina Thomas

          Feuilletonkorrespondentin mit Sitz in London.

          Die in Oxford studierte Katharine Viner, seit 2008 stellvertretende Chefredakteurin, gehört der Redaktion des „Guardian“ seit achtzehn Jahren an. In dieser Zeit hat sie verschiedene Ressorts durchlaufen, vom Magazin über das australische Büro bis hin zum New Yorker Büro. Bei der internen Abstimmung über die Nachfolge Rusbridgers, die allerdings nicht bindend war, erhielt Katharine Viner mit 53 Prozent der Stimmen das höchste Votum. Sie war eine von insgesamt 26 Bewerbern.

          Katharine Viner, Jahrgang 1971, ist die zwölfte Inhaberin des Chefredakteurspostens beim „Guardian“. In dieser Funktion beaufsichtigt sie auch den „Observer“, die zur Guardian Mediengruppe gehörende Sonntagszeitung. Sie ist zwar nicht die erste, aber zur Zeit die einzige Frau an der Spitze einer angesehenen britischen Tageszeitung.

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