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Durchsuchung bei der Bavaria : Verdacht auf Preisabsprachen

  • -Aktualisiert am

Hier geht`s lang: Die Bavaria bekam Besuch vom Bundeskartellamt. Bild: Bavaria Film/ Manfred Lämmerer

Nach Informationen von FAZ.NET ermittelt das Bundeskartellamt gegen eine Tochterfirma der Münchner Bavaria Film. Die größte öffentlich-rechtliche Produktionsgesellschaft des Landes hat offenbar ein Problem.

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          Die Münchner Produktionsgesellschaft Bavaria kommt nicht zur Ruhe. Nach Informationen von FAZ.NET wurden am Mittwoch und Donnerstag die Büroräume des Geschäftsführers der Tochtergesellschaft Bavaria Studios, Martin Moll, durchsucht. „Mitarbeiter des Bundeskartellamtes“ hätten die Räumlichkeiten der Bavaria Studios inspiziert, sagte der Bavaria-Sprecher Sebastian Feuß auf Anfrage von FAZ.NET.

          Daraufhin hätten Aufsichtsrat und Gesellschafter der Bavaria Studios am Donnerstag „beschlossen, die interne Revision der Mehrheitsgesellschafterin Bavaria Film GmbH unter Einbeziehung externer Fachberater mit der Untersuchung des Sachverhalts zu beauftragen“. Diese Untersuchung erfolge „unabhängig von den Ermittlungen der Kartellbehörden“. Nach den „derzeitigen Erkenntnissen“ bezögen „sich die Untersuchungen der Kartellbehörde auf den Zeitraum von 2011 bis Jahresbeginn 2014“. [...]

          Was suchten die Ermittler?

          Kay Weidner, der Sprecher des Bundeskartellamts, sagte auf Anfrage, er könne „bestätigen, dass das Bundeskartellamt am 8. und 9. Juli 2015 eine Durchsuchung von zwei Unternehmen durchgeführt hat, die im Bereich der Vermietung von Studios für TV- und Filmproduktionen tätig sind.“ Insgesamt seien an den Ermittlungen, die an zwei Standorten stattgefunden hätten, „fünf Beamte des Bundeskartellamtes sowie im Wege der Amtshilfe auch mehrere Einsatzkräfte von Kriminalpolizeidienststellen beteiligt“ gewesen.

          Das Bundeskartellamt, sagte Weidner, „geht dem Verdacht kartellrechtswidriger Preis- und Angebotsabsprachen bei Auftragsvergaben durch Fernsehsender und Produktionsfirmen nach“. Die Durchsuchung diene „der Sicherung von Beweismitteln, die diesen Vorwurf bestätigen oder entkräften können“. Bis zum Abschluss des Verfahrens gelte die Unschuldsvermutung.

          An der Muttergesellschaft Bavaria Film sind die Sender BR, MDR, SWR und WDR sowie der Freistaat Bayern beteiligt.

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