https://www.faz.net/-gqz-9kfjd

Kabarettist, Moderator, Autor : Werner Schneyder ist gestorben

  • Aktualisiert am

Werner Schneyder im Dezember 2016 zu Hause in Wien Bild: dpa

Schon in Studentenzeiten arbeitete er als Barsänger. Bekannt wurde er mit Dieter Hildebrandt. Beliebt waren auch seine Sportreportagen. Im Alter von 82 Jahren ist der Kabarettist Werner Schneyder gestorben.

          1 Min.

          Der österreichische Kabarettist, Moderator und Autor Werner Schneyder ist tot. Schneyder, der auch für das ZDF als Sport-Kommentator gearbeitet hatte, sei gestorben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur an diesem Sonntag aus Kreisen von Schneyders Familie.

          Schon während seiner Schul- und Studienzeit war Schneyder als Sportreporter und Barsänger unterwegs. 1975 startete er zusammen mit Dieter Hildebrandt und dem Programm „Talk täglich“. Anschließend setzt er seine Karriere als Solist mit Musikern fort. 1994 kündigte Schneyder an, er wolle eine schöpferische Pause machen und danach nur noch als Autor und Regisseur arbeiten, da ihm die Rolle als „Altmeister“ des politischen Kabaretts nicht behage. In diesem Jahr legte er sein Soloprogramm „Abschiedsabend“ auf, das er bis 1996 spielte. Zwölf Jahre nach dem Abtritt von der Kleinkunstbühne überraschte der 71 Jahre alte selbsternannte „Kabarentner“ mit seinem Comeback-Programm „Ich bin konservativ“.

          Für einen Kabarettisten, hatte Schneyder in einem Interview im September 2017 gesagt, gehe die Emotion meistens in Richtung Lachen. „Aber ich akzeptiere, dass das sehr oft eine Abwehr ist, und ich akzeptiere auch Weinen.“ Werner Schneyder wurde 82 Jahre alt.

          Weitere Themen

          Mit diabolischem Vergnügen

          Houellebecq-Hörspiel-Box : Mit diabolischem Vergnügen

          Hörspiele kompensieren die Schwächen von Romanen: Mit verzweifelter Gutmütigkeit und feiner Ennuie setzt eine „Hörspiel-Box“ den wichtigsten Romanen Michel Houellebecqs ein Denkmal.

          Schwarze Titelseiten in Australien Video-Seite öffnen

          Ruf nach Pressefreiheit : Schwarze Titelseiten in Australien

          Einige der großen Tageszeitungen in Australien erschienen am Montag mit geschwärzten Titelseiten. Damit wollten die Blätter nach eigenen Angaben auf die australische Gesetzgebung aufmerksam machen. Diese erschwere Journalisten die Arbeit, biete keinen ausreichenden Schutz der Pressefreiheit und lasse etwa die Durchsuchung von Redaktionsräumen zu.

          Topmeldungen

          737-Max-Flugzeuge von Boeing stehen auf einem Gelände des Unternehmens in Seattle.

          Krise um 737 Max : Immer mehr schlechte Nachrichten für Boeing

          Es steht nicht gut, um den Flugzeugbauer Boeing: Der politische Druck rund um die Ermittlungen zu den beiden Abstürzen der 737-Max-Maschinen wird immer größer – und nun verliert das Unternehmen auch an der Börse immer mehr an Wert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.