https://www.faz.net/-gqz-9exuk

Wikileaks : Assange gibt Chefredaktion ab

  • Aktualisiert am

Kristinn Hrafnsson (links) und Julian Assange 2011 in London. Hrafnsson wird die Chefredaktion von Wikileaks übernehmen. Bild: EPA

Julian Assange, bislang noch Chef von Wikileaks, verfügt in seinem Exil weder über Internetzugang noch über Telefonleitungen. Deshalb soll ein isländischer Journalist seine Nachfolge antreten.

          1 Min.

          Wikileaks-Gründer Julian Assange hat seinen Posten als
          Chefredakteur der Enthüllungsplattform abgegeben. Er bleibe aber weiterhin Herausgeber, hieß es in der Mitteilung von Mittwoch. Neuer Wikileaks-Chefredakteur soll der isländische Journalist Kristinn Hrafnsson werden.

          Grund für den Wechsel sind Wikileaks zufolge die eingeschränkten Möglichkeiten zu kommunizieren, die Assange in seinem Exil in der Londoner Botschaft Ecuadors zur Verfügung stehen. Die ecuadorianische Regierung hatte Assange vor mehr als einem halben Jahr Internet- und Telefonleitungen gekappt. Besucht werden darf er nur noch von seinen Anwälten.

          Assange sitzt seit mehr als sechs Jahren in der Botschaft fest, um sich einer von ihm befürchteten Auslieferung an die Vereinigten Staatenzu entziehen. Washington macht ihn unter anderem für die Veröffentlichung brisanter Dokumente aus den Kriegen in Afghanistan und im Irak auf der
          Wikileaks-Plattform verantwortlich.

          Assange weigert sich, die Botschaft zu verlassen, solange ihm keine Garantie gegeben wird, dass er nicht an die Vereinigten Staaten ausgeliefert wird. Die britische Polizei will Assange festnehmen, weil er mit seiner Flucht in die Botschaft gegen Kautionsauflagen verstoßen habe.
          Ermittlungen gegen ihn wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden – wegen der er ursprünglich in Großbritannien festgesetzt worden war – wurden inzwischen eingestellt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Klinische Phase: Wie hier in Indonesien laufen inzwischen zahlreiche Studien, in denen potentielle Impfstoffe gegen Corona an Freiwilligen getestet werden.

          Viele Fragen offen : Corona-Impfung mit Fragezeichen

          Weltweit wird in Rekordtempo an einem Corona-Impfstoff geforscht. Doch die Zulassungsstudien werden von einem Todesfall und quälenden Unsicherheiten überschattet.

          Trump gegen Biden : Die Höhepunkte der Debatte im Video

          Die zweite und letzte Debatte zwischen Amerikas Präsident Donald Trump und Herausforderer Joe Biden lief deutlich ruhiger als die erste. Dennoch zeigten sich beide Kandidaten angriffslustig. Sehen Sie hier die Analyse im Video.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.