https://www.faz.net/-gqz-7v8di

Jugendkanal von ARD und ZDF : Nur streamen, nicht zappen

  • Aktualisiert am

SWR-Intendant Peter Boudgoust warb noch kurz vor der Konferenz für den Jugendkanal. Bild: ddp

Der Second Screen genügt: Den geplanten Jugendkanal von ZDF und ARD soll es nur im Internet geben. Ursprünglich war ein multimediales Angebot geplant.

          Seit fast zwei Jahren geht die Rede von einem öffentlich-rechtlichen Jugendkanal um. Zuletzt hieß es, der Kanal werde ein multimediales Angebot präsentieren: Der Sender sollte auf Smartphone, Tablet und PC zu empfangen sein - zusätzlich zum klassischen Angebot in Fernsehen und Radio. Der von ARD und ZDF geplante Kanal für 14- bis 29-Jährige wird nun aber doch kein Multimedia-Sender werden. Die Ministerpräsidenten der Länder haben heute, während ihrer Konferenz in Potsdam, entschieden, dass der Second Screen genug ist: Der Jugendkanal wird nur im Internet zu sehen sein.

          45 Millionen Euro pro Jahr waren ursprünglich für das Projekt veranschlagt worden, von denen die ARD 30 Millionen Euro und das ZDF 15 Millionen Euro tragen sollte. Die Intendanten Peter Boudgoust (SWR) und Thomas Bellut (ZDF) hatten sich vor der Konferenz noch einmal ausdrücklich für den Jugendsender ausgesprochen. Doch einige Bundesländer, etwa Bayern, Hessen und allen voran Sachsen, hatten das Projekt in seiner multimedialen Form schon vor der Konferenz kritisiert - und entschieden sich letztendlich für eine abgespeckte Online-Version. Auch das ZDF selbst ist kein uneingeschränkter Verfechter der Idee. Durch ZDFneo ist es mit einem Jugendkanal längst versorgt - und mit einer bereits etablierten Marke.

          Weitere Themen

          Ja, aber

          Rundfunkrat zu HR-Umbau : Ja, aber

          Der Rundfunkrat verhält sich abwartend zu den Umbauplänen des Hessischen Rundfunks. Die angepeilte jüngere Zielgruppe wird begrüßt, die aktuellen Umsetzungspläne stoßen auf Skepsis.

          Wiederbelebung der Neiddebatte

          TV-Kritik: Anne Will : Wiederbelebung der Neiddebatte

          Die SPD hatte bisher das einzigartige Talent, die Probleme ihrer Konkurrenz zu den eigenen zu machen. Bei der Debatte um den Solidaritätszuschlag scheint das anders zu sein, wie bei Anne Will zu beobachten war.

          Topmeldungen

          Proteste gegen China : Hongkong ist eine Gefahr für die Weltwirtschaft

          Chinas innenpolitischer Konflikt bedroht die ohnehin schon trübe Weltkonjunktur. Auch Pekings Vorgehen gegen die Fluggesellschaft Cathay sollte deutschen Unternehmen eine Warnung sein – denn auch Daimler und Lufthansa gerieten schon mal ins Fadenkreuz.
          Anne Will diskutiert mit ihren Gästen über die Soli-Abschaffung

          TV-Kritik: Anne Will : Wiederbelebung der Neiddebatte

          Die SPD hatte bisher das einzigartige Talent, die Probleme ihrer Konkurrenz zu den eigenen zu machen. Bei der Debatte um den Solidaritätszuschlag scheint das anders zu sein, wie bei Anne Will zu beobachten war.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.