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„Rhythm and Love“ aus Münster : Liefers holt im „Tatort“ Rekordquoten

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An Zuschauern mangelt es ihnen nicht:Axel Prahl (links) und Jan Josef Liefers posieren für den „Tatort“. Bild: WDR

Mit #allesdichtmachen zog Jan Josef Liefers zuletzt großes Interesse auf sich. Die Beliebtheit des „Tatorts“ aus Münster dürfte das allein aber nicht erklären. Am Sonntag räumte der Krimi ab. Und: Das Team aus Münster bleibt.

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          Der Münster-„Tatort“ im Ersten hat am Sonntagabend eine herausragende Einschaltquote erreicht. 14,22 Millionen Zuschauer (39,6 Prozent) wollten von 20.15 Uhr an die Episode „Rhythm and Love“ sehen. In dem Fall führten die Ermittlungen von Kommissar Thiel (Axel Prahl) und Rechtsmediziner Boerne (Jan Josef Liefers) in eine spirituell angehauchte Kommune. Es war der beste „Tatort“-Wert dieses Jahres.

          Den bisherigen Rekord der Ermittler aus Münster mit dem Fall „Fangschuss“ aus dem April 2017, bei dem 14,56 Millionen Zuschauer gemessen wurden, konnte jedoch auch dieser Erfolg nicht übertreffen.

          Im Rahmen der Debatte über die Aktion #allesdichtmachen hatte der WDR-Rundfunkrat und frühere SPD-Minister Garrelt Duin getwittert, man müsse die Zusammenarbeit mit Liefers oder seinem Kollegen Ulrich Tukur, der ebenfalls eine „Tatort“-Hauptrolle hat, beenden. „Liefers und Tukur u.a.“, hatte Duin getwittert, „verdienen sehr viel Geld bei der ARD, sind deren Aushängeschilder. Auch in der Pandemie durften sie ihrer Arbeit z.B. für den Tatort unter bestem Schutz nachgehen. Durch ihre undifferenzierte Kritik an ,den Medien‘ und demokratisch legitimierten Entscheidungen von Parlament und Regierung, leisten sie denen Vorschub, die gerade auch den öffentlich-rechtlichen Sendern gerne den Garaus machen wollen.“ Weil das so sei, müssten „die zuständigen Gremien“ die Zusammenarbeit – „auch aus Solidarität mit denen, die wirklich unter Corona und den Folgen leiden – schnellstens beenden. Viele Grüße, ein Rundfunkrat“.

          Später hatte Duin seinen Tweet gelöscht und sich entschuldigt, die inhaltliche Bewertung von #allesdichtmachen und dessen Teilnehmern aber wiederholt.

          Der WDR folgt der Empfehlung des Rundfunkrats jedoch nicht, im Gegenteil. „Wir planen, sechs weitere Folgen des Münster-„Tatorts“ zu produzieren und freuen uns sehr, dass Jan Josef Liefers und Axel Prahl auch weiterhin als Ermittler für die ARD im Einsatz sind“, teilte der WDR am vergangenen Freitag mit. Der WDR-Rundfunkrat habe den entsprechenden
          Verträgen bereits im vergangenen Herbst zugestimmt.

          Was die Zuschauergunst am Sonntagabend angeht, folgt die Konkurrenz dem „Tatort“ mit weitem Abstand. Im ZDF erreichte der Film „Rosamunde Pilcher: Wie verhext“ mit Jördis Richter, Stefan König und Helmut Zierl 4,40 Millionen Zuschauer (12,3 Prozent). Der amerikanische Science-Fiction-Film „Star Wars: Rogue One“ auf Pro Sieben kam auf 1,80 Millionen (5,7 Prozent) Zuseher.

          Vox strahlte die 100. Ausgabe der Kochshow „Grill den Henssler“ aus - 1,66 Millionen (5,9 Prozent) guckten zu. Die Wettkampf-Show „Ninja Warrior Germany - Allstars“ auf RTL wollten 1,53 Millionen (4,9 Prozent) sehen. Die deutsche Komödie „Fack ju Göhte“ auf Sat.1 lockte 1,45 Millionen (4,4 Prozent) an. Kabel eins hatte die Reportagereihe „Die Sommertrends 2021“ im Programm, dafür interessierten sich 740.000 Zuschauer (2,2 Prozent). Die Hochstapler-Komödie „Catch Me If You Can“ auf RTLzwei kam auf ein Publikum von 700.000 Zusehern (2,3 Prozent).

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