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Interview : Wer ist die Frau mit dem „Star-Gen“?

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Senderchef Guido Bolten will mit Sat.1 zurück zu alter Stärke. Fußball, Pocher, Kerner, Sabine Christiansen und Stefan Aust sollen dabei helfen. Und die Seifenoper „Eine wie keine“ mit einer Schauspielerin, die wir so noch nicht gesehen haben.

          Senderchef Guido Bolten will mit Sat.1 zurück zu alter Stärke. Fußball, Pocher, Kerner, Sabine Christiansen und Stefan Aust sollen dabei helfen. Und die Seifenopfer „Eine wie keine“ mit einer Schauspielerin, die wir so noch nicht gesehen haben.

          Was braucht der Geschäftsführer von Sat.1, um zufrieden zu sein?

          Viel Energie, ein gutes Gespür, ein gutes Team – das ich habe – und Leidenschaft fürs Fernsehen.

          „Der Umzug ist eine große Chance”: Guido Bolten

          Mit Leidenschaft fürs Fernsehen war auch die alte Crew von Sat.1 bei der Sache, von der kaum jemand von Berlin nach München mitgegangen ist. Personell hat sich der Sender beinahe komplett verwandelt. Wie haben Sie, wie hat der Sender den Umzug bewältigt?

          Mit vielen Gesprächen. Es war eine für alle Beteiligten anstrengende, aber auch wichtige Zeit – und eine große Chance. Wir haben bei Sat.1 jetzt ein neues Team zusammen, das seine Aufgabe mit großem Engagement bewältigen will – und wird.

          Sat.1 war der Hauptstadtsender, jetzt sind alle Pro-Sieben-Sat.1ler in München. Bringt das wirklich nur Vorteile?

          Es hat viele Vorteile, denn es war nie wirklich leicht mit drei Vollprogrammen an zwei Standorten. Nun sitzen alle in einem Haus, und wir haben einen besseren Austausch, weil Menschen sich sehen und nicht über eine Entfernung von 600 Kilometern miteinander kommunizieren. Nicht zu vergessen: Wichtige redaktionelle Formate des Senders – das Frühstücksfernsehen, das Sat.1-Magazin und die Nachrichten – entstehen nach wie vor in Berlin. Letztere werden von unserem Hauptstadtsender N24 produziert.

          Was ist eigentlich die Positionierung Ihres Senders? Sat.1 war der Familiensender und soll es wohl bleiben. Doch hatte man in letzter Zeit den Eindruck, dass das Profil nicht mehr so ganz klar war.

          Was meinen Sie mit „letzter Zeit“? Die letzten Monate oder die letzten Jahre?

          Ich würde sagen: die letzten Monate.

          Da muss ich widersprechen. Sat.1 ist die starke Sendermarke für die moderne Familie. Der Sender hat in den letzten Monaten wieder an Profil gewonnen und gewinnt es weiterhin. Wir bieten nach wie vor breites Familienfernsehen, wollen aber zeitgemäßer sein. Das anstehende Redesign und unser neuer Claim „Colour Your Life“ unterstreichen das. Wir brauchen wieder mehr Innovationen und Sat.1 mehr Relevanz. Daran arbeiten wir.

          Relevanz suchen Sie offenbar vor allem über den Fußball. Dafür holen Sie die alte Marke „ran“ aus dem Keller. Hätte es nicht etwas Neues sein dürfen?

          Ab Sommer haben wir mit dem größten Live-Paket im deutschen Free-TV den Fußball wieder originär bei uns im Programm und dafür die perfekte Marke gefunden – „ran“. Sie ist in den Köpfen der Zuschauer immer noch verankert und steht für Modernität und Innovation. Das neue „ran“ wird die Zuschauer begeistern. Wir haben mit Johannes B. Kerner, Oliver Welke und Andrea Kaiser ein hervorragendes Moderatorenteam – und mit Franz Beckenbauer den besten Experten, den man sich wünschen kann. Der Auftritt von „ran“ wird sehr modern, unter anderem mit einem besonderen grafischen Analysesystem. Auch das wird Sat.1 helfen, sein Profil zu schärfen und natürlich auch Reichweite zu gewinnen.

          Es ist erstaunlich, dass Sie das hinkriegen. Die Gesellschafter von Pro Sieben Sat.1 – die Investoren KKR und Permira – erwarten hohe Renditen und haben die Sender durch die Fusion mit der skandinavischen SBS-Gruppe hoch verschuldet. Abgesehen davon sitzt das Geld angesichts der Krise nicht gerade locker.

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