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Reinhold Beckmann im Gespräch : Udo meint, das seien „deepe Texte“

„Ich erwarte, mit 65 Jahren noch eine Weltkarriere hinzulegen“, sagt Reinhold Beckmann und – lacht. Bild: dpa/Steven Haberland

Als Fernsehmoderator kennt jeder Reinhold Beckmann. Als Musiker nicht unbedingt. Was reizt ihn daran – nach seiner Karriere als Journalist? Ein Gespräch über Glück, Medien, im Krieg gefallene Brüder und den Helden Lindenberg.

          6 Min.

          Sie haben sich zu Ihrem 65. Geburtstag selbst ein Geschenk gemacht und ein Musikalbum aufgenommen. Hat das die Verwunderung, vielleicht auch den Schmerz über diese Zahl gelindert?

          Martin Benninghoff

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Oliver Georgi

          Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Nachrichten und Politik Online.

          Dieser Geburtstag ist ja nur so ein halbrundes Ding, mit angeheftetem Rentenbescheid. Ich muss sagen, die eigentliche Veränderung kam schon durch den sechzigsten Geburtstag vor fünf Jahren. Der gab mir einen ordentlichen Tritt in den Hintern.

          Wirklich? Sechzig klingt doch eher nach Ruhestand als nach Startschuss.

          Gerade deshalb hat mir diese Sechs am Anfang auch ziemlich zu schaffen gemacht. Das war der Anstoß, mich Schritt für Schritt von der Arbeit vor der Kamera zu trennen, um meinem Sehnsuchtsort Musik stärker zu folgen. Vorher war viel zu wenig Zeit dafür. Wenn ich manchmal zurückblicke auf dieses mediale Tempoleben, das ich geführt habe. Von einem Fernsehstudio ins andere, am Wochenende wieder „Sportschau“ moderieren, montags die nächste Talkshow, mittwochs im Schneideraum sitzen, um eine Dokumentation fertig zu machen, parallel an einem weiteren Film arbeiten, dann wieder eine Anfrage, kannst du nicht diese Sondersendung moderieren? Das war lange mein Leben. Ich hatte nebenher immer Fluchtphantasien.

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