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Deborah Feldmans „Unorthodox“ : „Die Leute sollen das große Ganze erfassen“

Arrangierte Ehe: Esther (Shira Haas) mit ihrem Mann Yakov (Amit Rahav) in New York Bild: Anika Molnar/Netflix

Deborah Feldmans Buch über den Bruch mit ihrer chassidischen Gemeinde war ein Bestseller. Netflix zeigt „Unorthodox“ nun als Serie. Ein Gespräch über Film und Leben, Geschichte und Zukunft.

          5 Min.

          Frau Feldman, als Ihr Buch „Unorthodox“ vor acht Jahren erschien, wurde es aus dem Stand ein Bestseller. Sie schildern darin, wie Sie sich aus der ultraorthodoxen jüdischen Satmar-Gemeinde in New York, in der sie geboren und in eine arrangierte Ehe gedrängt worden waren, befreit und mit ihrem Sohn ein neues Leben begonnen haben. Seit einigen Jahren sind Sie in Berlin zu Hause. Nun haben die Produzentinnen und Drehbuchautorinnen Anna Winger und Alexa Karolinski auf Basis Ihrer Geschichte eine Netflix-Serie gedreht. Regie hat Maria Schrader geführt. Wie eng war Ihre Zusammenarbeit mit den Macherinnen der Serie, die sich in vielen Punkten von Ihrer Biographie unterscheidet?

          Ursula Scheer
          Redakteurin im Feuilleton.

          Anna, Alexa und ich kennen uns schon lange. Die Idee, aus meinem Buch eine Fernsehserie zu machen, kam vor Jahren unter uns auf. Wir haben sie immer wieder diskutiert und waren uns einig, dass die Art und Weise, wie die Gegenwart dargestellt wird, von meiner Gegenwart abweichen soll. So kann ich mich von meiner Geschichte etwas lösen und gleichzeitig darin Raum für andere schaffen. Denn die Zahl der Aussteiger ist in den letzten Jahren rasant gestiegen, und wir wollten, dass sich möglichst viele Menschen in dem, was wir erzählen, wiederfinden können.

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