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Internetkonzern auf der Anklagebank : 400 gegen Google

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Monopolist: Ohne Google findet man kaum etwas im Internet Bild: dpa

In Paris soll am Donnerstag eine Klage gegen den Konzern wegen dessen Monopolstellung bei der Online-Suche vorgestellt werden. Vierhundert Google-Kritiker arbeiten an einem Manifest.

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          Rund vierhundert europäische Internet-Akteure, darunter Verlagshäuser wie Axel Springer und Lagardère, bereiten eine Klage gegen den Google wegen Missbrauchs seiner Monopolstellung vor. Wie aus Quellen in Paris verlautete, soll die Klage am Donnerstag auf der ersten Konferenz des Open Internet Project (OIP) vorgestellt werden. Nach Angaben der Organisatoren und mehrerer Mitglieder der Initiative ergänzt die Klage laufende Verfahren bei der EU-Kommission. Zudem solle sie neue „Exzesse” von Google in den Vordergrund rücken, erklärten die Kläger.

          Besorgt über Monopolstellung von Google

          Die Internetunternehmen, Start-up-Firmen, Online-Journalisten und Verbraucherorganisationen, die sich dem OIP angeschlossen haben, seien besorgt über die Monopolstellung des Internetkonzerns, „der seine Suchergebnisse manipuliert, um seine eigenen Dienste zu unterstützen und die seiner Konkurrenten herabzusetzen”. Auf der Konferenz soll auch ein Manifest unterzeichnet werden.

          Zu den Gastrednern gehört neben dem französischen Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium Ole Schröder (CDU). Er wird über die Europäische Datenschutzgrundverordnung und deren Auswirkungen auf das Internet sprechen. Die von deutschen und französischen Firmen gegründete Plattform OIP will über Fragen der Netzneutralität informieren und ab Mitte Juni ein Online-Forum anbieten. Dort sollen Unternehmen, Verbraucher und Verbände Fälle melden können, in denen sie sich von Google benachteiligt fühlen.

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