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Oppositionszeitung „Cumhuriyet“ : Inhaftierte türkische Journalisten appellieren an Merkel

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Der Chefredakteur der oppositionellen Zeitung „Cumhüriyet“, Can Dündar (rechts) und sein Büroleiter in Ankara, Erdem Gül, kurz vor ihrer Verhaftung. Bild: AP

Auch angesichts der Flüchtlingskrise dürften die Verletzungen der Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei nicht hingenommen werden: Die inhaftierten „Cumhuriyet“-Journalisten appellieren an Merkel und andere EU-Regierungschefs.

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          Zwei inhaftierte türkische Journalisten der Zeitung „Cumhuriyet“ haben an Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere EU-Regierungschefs appelliert, trotz der Flüchtlingskrise auf die Einhaltung der Menschenrechte in der Türkei zu dringen. Die Aussicht auf die Lösung des Flüchtlingsproblems dürfe Merkel nicht daran hindern, westliche Werte hochzuhalten, schrieben Chefredakteur Can Dündar und Korrespondent Erdem Gül in dem Brief, aus dem das „Handelsblatt“ am Samstag zitierte. Die EU will am Sonntag bei einem Gipfeltreffen mit der Türkei in Brüssel einen gemeinsamen Aktionsplan zum Kampf gegen die Flüchtlingskrise beschließen.

          „Der Ministerpräsident und die (türkische) Regierung (...) lassen leider jede Achtung und jeden Respekt für die Meinungs- und Pressefreiheit vermissen“, heißt es in dem Brief. Dündar und Gül werden Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und Spionage vorgeworfen. Hintergrund ist ein Bericht über angebliche Waffenlieferungen der Türkei nach Syrien, wo Aufständische seit Jahren gegen die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad kämpfen.

          Ein Sprecher der Bundesregierung wollte zu dem Brief keine Stellung nehmen. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte am Freitag gesagt, dass Fragen von Presse- und Medienfreiheit immer wieder eine Rolle spielen, wenn die Bundesregierung mit Vertretern der türkischen Regierung zusammentreffe.

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