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Kritik an Gaza-Film : Arte fehlen die Worte

Szene am Strand: Ausschnitt aus „Gaza: Ist das ein Leben?“ Bild: Arte/Screenshots

Die Kritik an einer Gaza-Reportage hat Arte mit einer nichtssagenden Antwort weggebügelt. Doch damit wollen sich die Kritiker nicht zufriedengeben. Sie pochen auf eine Auseinandersetzung in der Sache.

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          Im Interview mit der F.A.Z. hatte es Josef Schuster gesagt: Es sei doch sehr augenfällig, dass sich Arte bei inhaltlicher Kritik auf Formalien zurückziehe und offensichtlich nicht gewillt sei, zur Sache zu diskutieren, so der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Das sei im Fall der abgesetzten Dokumentation über Judenhass so gewesen und sei nun bei der Kritik an der Einseitigkeit der Reportage „Gaza: Ist das ein Leben?“ nicht anders.

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Da beließ es der deutsch-französische Kultursender bei der Belehrung, Reportagen seien nun einmal per Definition subjektiv. Auf die von den Kritikern detailliert aufgelisteten Auslassungen und Verdrehungen ging der Sender gar nicht ein.

          Doch damit wollen der Zentralrat und ein Bündnis von Organisationen, die sich in der Sache bei Arte gemeldet haben, den Sender nicht davonkommen lassen.

          Der subjektive Freiraum einer Reportage beziehe sich auf die Erfahrung der Protagonisten (in diesem Fall Hinterbliebene von Opfern israelischer Luftangriffe in Gaza) und die Darstellung der Perspektive, heißt es in einer Erwiderung der Kritiker, aus welcher der Fachdienst epd medien zitiert. Es stelle „jedoch eine Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht dar, wenn bei der Hintergrundrecherche keine Objektivität gewährleistet ist und ein Staat offensichtlich dämonisiert wird“. Man sehe „die Programmverantwortlichen in der Pflicht, das Bild des Konflikts geradezurücken und die Komplexität auch in einzelnen Reportagen zu berücksichtigen“. Zu den Unterzeichnern dieser Forderung zählt auch die ehemalige Präsidentin des Zentralrats, Charlotte Knobloch. Man darf gespannt sein, ob sich Arte zu einer Antwort bequemt.

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