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Im Gespräch: Schauspieler Mark Harmon : „Es ist ein schmaler Grat“

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1986 im Magazin „People” als „Sexiest Man alive” ausgewiesen: „Navy CIS”-Schauspieler Mark Harmon Bild: APN

Der Schauspieler Mark Harmon könnte Starallüren an den Tag legen. Tut er aber nicht. Er ist so cool, lebensklug und doch gespannt aufmerksam wie der Mann, den er seit sieben Jahren in der weltweit erfolgreichen Serie „Navy CIS“ spielt. Und vielleicht ist er sogar ein Held.

          Wenn es um die Serie „NCIS“, bei uns „Navy CIS“ genannt, geht, sprechen wir von einem erstaunlichen Erfolg, der langsam gewachsen ist. Die Serie begann mäßig, jetzt ist sie ein Bestseller. Was glauben Sie, woran das liegt?

          Ich weiß es nicht. Ich bin stolz auf die Serie, wir arbeiten hart, vielleicht erklärt das den Erfolg - zum Teil. Die Serie hat sich in Amerika langsam entwickelt. Sie war nicht von Beginn an ein Hit, sie rangierte im Mittelfeld. International ist sie gleich hoch gesprungen, in Amerika hat sie aufgeholt. Wir haben sieben Jahre und 162 Episoden hinter uns. Es ist befriedigend, jetzt hier mit Ihnen über den Erfolg zu sprechen. Das gibt mir das Gefühl, dass unsere Anstrengung belohnt wird. Das wichtigste ist vielleicht, dass es einfach ein Vergnügen ist, diese Serie zu machen. Sie hat sich entwickelt und ist in stetiger Verwandlung begriffen. Im Augenblick läuft es besser denn je und wer weiß, was die Zukunft noch bringt. Heute bin ich in Berlin, gestern war ich in München, vorgestern in Salzburg - und zwar, weil das Publikum diese Serie mag.

          Es kann nicht nur an gutem Handwerk liegen, wenn eine Serie nachhaltig verfängt. Etwas Besonderes muss dabei sein, es muss in den Charakteren stecken oder im Zusammenspiel des Teams?

          Beides. Als ich das allererste Script zu NCIS gelesen habe, ist mir gleich die Figur, ihr Charakter ins Auge gesprungen und - der Humor. Erst an dritter Stelle kommt der Kriminalfall. Manchmal lösen wir den Fall, manchmal nicht, die Figuren aber und der Humor bleiben. Darin unterscheidet sich die Serie von anderen und das tat sie von Beginn an. Vier von uns sind von der ersten Folge an dabei: Pauley Perrette, David McCallum, Michael Weatherly und ich. Wir haben stets über unser Zusammenspiel und über die Frage diskutiert, was die Zuschauer in unserer Serie sehen. Anfangs haben sie vielleicht etwas anderes erwartet, als das, was kam. Doch fanden sie das offenbar noch besser. Wir Schauspieler waren davon, ehrlich gesagt, nicht mal überrascht.

          Mark Harmon (2. v. r.) als Gibbs in „Navy CIS” mit seiner Crew

          Heißt das, Sie und Ihre Kollegen haben die Serie, oder die Figuren, geformt?

          Nicht direkt, es ist ein Prozess. Sie müssen bedenken, dass nicht ein einzelner für den Erfolg von NCIS verantwortlich ist. Wir sind als Team erfolgreich oder wir verlieren als Team. So einfach ist das. Wir haben Erfolg, weil jeder mitwirkt. Ich wünschte mir, die Zuschauer könnten unsere täglichen Proben sehen. Wir stehen alle zusammen, alle schauen auf das Script. Und dann beginnt gewissermaßen ein Tanz, Michael Weatherly, Pauley Perrette, Sean Murray, Cote de Pablo, David McCallum und ich - wir bringen unsere Beiträge. Es entsteht ein Spiel, das auf Vertrauen beruht. Bei uns beruht alles auf Vertrauen, in die Kollegen, in die Autoren, das Drehteam, in die Geschichte, in das Talent, das wir alle mitbringen. Man spürt, dass jeder hier seinen Job wirklich mag. Und das gilt seit sieben Jahren, im Juli gehen wir in unser Achtes. Das Arbeitsethos stimmt. Das macht den Unterschied.

          Genau davon hat in unserer Zeitung vor zwei Jahren eine Kollegin berichtet, die Sie am Set besuchte.

          Und worüber schrieb sie?

          Sie schrieb vom „NCIS-Spirit“. Und dass Sie für Ihre Scherze berüchtigt sind.

          Die Atmosphäre trägt die gesamte Mannschaft. Ich habe schon viele Sets gesehen, aber bei uns ist das schon etwas anderes. Das müssen wir bewahren.

          Sie erreichen junge wie ältere Zuseher.

          Inzwischen. Zu Beginn hatten wir in Amerika ein älteres Publikum. Jetzt haben wir ein großes Publikum, über alle Generationen hinweg. Es ist gut zu wissen, dass wir so etwas erreichen können.

          Teamwork ist eines. Aber Ihre Figur, der Agent Leroy Jethro Gibbs, spielt die führende Rolle. Ohne ihn gäbe es „NCIS“ nicht.

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