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So überwacht China die Uiguren : Ihr Leben gehört der Partei

Überwacht und Verfolgt: Ein Angehöriger der uigurischen Minderheit passiert in Ürümqi in der chinesischen Region Xinjiang einen Sicherheitsposten. Bild: dpa

Seit langem steht China wegen seines rigiden Überwachungsapparates in der Kritik. Nun zeigt ein Datenleck aus Xinjiang, wie der Staat vor allem muslimische Minderheiten verfolgt.

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          Urumtschi ist eine Stadt im äußersten Nordwesten Chinas, in der Region Xinjiang. Ihre offizielle Bezeichnung lautet: Uigurisches Autonomes Gebiet Xinjiang. Der dort lebende Teil der Uiguren ist – wo man sie lässt – muslimischen Glaubens. In den vergangenen Jahren erlangten sie weltweite Aufmerksamkeit, weil Menschenrechtsorganisationen die Maßnahmen des chinesischen Staates publik machten, mit denen diese Minderheit unterdrückt wird.

          Axel Weidemann
          (wei), Feuilleton

          Chinas Regierung ist in jüngster Zeit bemüht, ihren Ruf in Sachen Menschenrechtsverletzung aufzupolieren, während die staatliche Überwachung in Xinjiang immer stärker in das Leben der Menschen eingreift. Auf der deutschsprachigen Internetseite des staatlichen Auslandsrundfunks, „China Radio International“ (CRI), wurde am vergangenen Freitag eine malerische Fotostrecke veröffentlicht, überschrieben mit: „Die Schüler der Stadt Urumtschi im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang genießen in Begleitung ihrer Eltern Wintersport in der lokalen Eisbahn.“

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