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Dschungelcamp-Relegationsspiel : Masochismus für Fortgeschrittene

Gabriella de Almeida Rinne, Michael Wendler und Melanie Müller müssen sich offenbar in einer Fußgängerzone beweisen. Bild: RTL / Frank Hempel

Denken Sie an die unangenehmsten Tage Ihres Lebens zurück. Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie kämpften darum, sie nochmal zu erleben. Willkommen bei: „Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein!“

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          Natürlich wird alles ganz anders als beim Dschungelcamp. Auf diese Feststellung besteht RTL. Es handelt sich bei der neunteiligen Show, die von diesem Freitagabend um 22.15 Uhr an abgefackelt wird, zum Beispiel schon mal nicht um ein Camp. Das ist zugleich die beste Nachricht, die der Sender bereithalten konnte – denn so minimiert sich das Risiko, jemand könne mal wieder sein primäres Geschlechtsgekröse in die Kameras halten. Es geht also nun endlich ausschließlich um Prüfungen, in denen die Kandidaten gegeneinander antreten müssen. Allerdings darf man davon ausgehen, dass RTL auch Platz für genüsslich ausgewalzte persönliche Anfeindungen finden wird.

          Sage und schreibe siebenundzwanzig ehemalige Kandidaten treten bei „Ich bin ein Star – Lasst mich wieder rein!“ an. Zu gewinnen gibt es die phantastische Chance, beim nächsten Dschungelcamp in Australien wieder dabei zu sein, was den C-Promis wahrscheinlich vor allem wegen des fürstlichen Honorars attraktiv erscheint. Zumindest, wenn man eine gewisse geistige Gesundheit der Kandidaten voraussetzt. Doch just darauf sollte man nicht zählen, wenn man sich so die Teilnehmerliste durchliest. Aus jeder Staffel nehmen drei Dschungelcamper teil, die gegeneinander antreten müssen. Nach den Shows bleibt jeweils einer pro Staffel übrig, bevor am Ende die Zuschauer entscheiden, wer wieder nach Australien darf. Oder muss.

          Jay Khan, Sarah Knappik und Mathieu Carrière beginnen ihre Prüfung auf der Hamburger Reeperbahn.

          Der große Vorteil bei dieser Resteverwertungsaktion besteht darin, dass die Produktionsfirma schon weiß, bei wem mit Aussetzern zu rechnen ist. Während im Dschungelcamp meist erst nach ein paar Tagen klar wurde, welcher Teilnehmer Nitroglyzerin in der Wundertüte seines Temperaments spazieren trägt, wurde diesmal offenbar eigens danach gecastet. Deshalb versammelt das Gruselkabinett unter anderem Nadja abd el Farrag, Ingrid van Bergen, Sarah Knappik, Matthieu Carrière, Georgina Bülowius, Michael Wendler und Walter Freiwald.

          Diese Prachtexemplare sollen Prüfungen bestehen, in denen Ekel und Tiere im Gegensatz zum richtigen Dschungelcamp keine Rolle spielen. Um Teamgeist geht es angeblich, um Intelligenz und Geschick. Das klingt, als würden einige der Kandidaten sich noch nach der eher eindimensionalen Aufgabe des Verspeisens von Eutern zurücksehnen.

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