https://www.faz.net/-gqz-8n025

Sex-Video : Hulk Hogan erhält 31 Millionen Dollar Entschädigung

  • Aktualisiert am

Hulk Hogan scherzt mit Fans. Bild: dpa

Der ehemalige Wrestler hat einen Vergleich mit der Klatschwebsite Gawker akzeptiert. Der Rechtsstreit mit Hogan hatte das Medium ruiniert – und wurde von einem deutschstämmigen Milliardär finanziert.

          Der ehemalige Wrestler Hulk Hogan erhält mindestens 31 Millionen Dollar als Entschädigung für die Veröffentlichung eines heimlich gedrehten Sex-Videos. Der 63-Jährige stimmte einem Vergleich mit dem Betreiber der inzwischen eingestellten amerikanischen Klatschwebsite Gawker zu, wie  aus Gerichtsdokumenten hervorging. Der Gründer der gleichnamigen Mediengruppe, Nick Denton, bestätigte die Einigung in seinem Blog.

          Gawker war im März wegen der Veröffentlichung des Sex-Videos von einem Gericht im Bundesstaat Florida zu einer Entschädigungszahlung von 140 Millionen Dollar (gut 126 Millionen Euro) an Hogan verurteilt worden. Die Gawker-Anwälte beriefen sich vergeblich auf das Recht auf freie Meinungsäußerung. Im Juni meldete Gawker dann Insolvenz an, Ende August stellte die Klatschwebsite ihren Betrieb ein. Andere Teile der Mediengruppe wurden derweil vom spanischsprachigen Konzern Univision übernommen.

          Sein Unternehmen habe darauf verzichtet, vor ein Berufungsgericht zu ziehen, obwohl er damit gerechnet habe, dass die ursprünglich verhängte Strafe „reduziert oder aufgehoben“ worden wäre, erklärte Denton. Er habe aber einen „langwierigen und teuren Prozess“ vermeiden wollen, fügte er mit Blick auf den aus Deutschland stammenden Internet-Milliardär Peter Thiel hinzu, der die Klage gegen Gawker finanziell unterstützt hatte.

          In dem jahrelangen Rechtsstreit ging es um ein eine Minute und 41 Sekunden langes Video, das Hogan beim Sex mit der Frau eines Freundes zeigt. Gawker hatte die Aufnahmen im Oktober 2012 veröffentlicht und ein halbes Jahr im Netz gelassen, obwohl Hogan mehrfach verlangt hatte, sie zu entfernen. Die Geschworenen waren in dem Prozess den Argumenten des früheren Wrestlers gefolgt, wonach die Veröffentlichung des Videos seine Privatsphäre verletzt und ihm psychisch zugesetzt habe.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Gletscher Okjökull : Das Eis verlässt Island

          Die Gletscherschmelze ist ein eindrückliches Merkmal der Klimaerwärmung: Der einstige Gletscher Okjökull auf Island ist heute keiner mehr. Die isländische Ministerpräsidentin appelliert an die Weltgemeinschaft.
          Finanzminister Olaf Scholz hat sich gegen das von Wirtschaftsminister Peter Altmaier vorgelegte Konzept zur vollständigen Abschaffung des Solis ausgesprochen.

          Finanzminister : Scholz gegen komplette Soli-Abschaffung

          Finanzminister Olaf Scholz kritisiert das von Wirtschaftsminister Altmaier vorgelegte Konzept zur vollständigen Soli-Abschaffung als „Steuersenkung für Millionäre“. Der SPD-Politiker möchte vorerst nur 90 Prozent der Steuerzahler entlasten.
          Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, warnt die Parteien davor, eine Koalition mit der AfD einzugehen.

          Zentralrat der Juden : „AfD schürt Klima auch gegen Juden“

          Zentralratspräsident Josef Schuster warnt: Die AfD sei enger mit dem Rechtsextremismus verwoben, als sie es nach außen darstellt. Im Vorfeld der Wahlen in Sachsen und Brandenburg hält Schuster einen dringlichen Appell an alle Parteien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.