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Hochzeitsbilder in „Bunte“ : Beschwerde des Ehepaars Jauch abgewiesen

  • Aktualisiert am

Günther Jauch und Dorothea Sihler-Jauch im September 2012 in Berlin Bild: dpa

Die Hochzeitsfotos des Ehepaars Jauch in der Zeitschrift „Bunte“ sind kein Grund für Schadenersatz und Schmerzensgeld: Auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte weist die Beschwerde des Fernsehmoderators und seiner Frau ab.

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          Nach dem Bundesverfassungsgericht im Mai 2010 hat an diesem Donnerstag auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eine Beschwerde des Fernsehmoderators Günther Jauch und seiner Frau Dorothea Sihler-Jauch gegen Deutschland abgewiesen. Dabei geht es um eine bebilderte Reportage über die Hochzeit des Paars im Sommer 2006, die das Magazin „Bunte“ veröffentlicht hatte. Das Paar hatte vor der Hochzeit durch einen Anwalt mitteilen lassen, es wünsche keine detaillierte Reportage.

          Sihler-Jauch forderte nach der Veröffentlichung Schadenersatz wegen des unerwünschten Abdrucks der Fotos in Höhe von 250.000 Euro sowie 75.000 Euro Schmerzensgeld. Auch der Talkmaster machte Schadenersatzforderungen geltend. Nachdem das Landgericht Hamburg Frau Sihler Jauch im Januar 2008 teilweise Recht gegeben, eine Verletzung der Privatsphäre festgestellt und eine Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 25.000 Euro angeordnet hatte, hob das Hamburger Appellationsgericht diese Entscheidung im Herbst des Jahres wieder auf.

          Vor dem EGMR berief sich das Ehepaar Jauch auf Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention. Die deutschen Gerichte hätten sorgfältig zwischen dem dort festgestellten Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens und der Freiheit der Meinungsäußerung (Artikel 10) abgewogen, entschied der EGMR. Die Hochzeit des prominenten Fernsehmoderators habe an zwei Touristenattraktionen der Stadt mit hundert Gästen stattgefunden, zu denen auch der Regierende Bürgermeister von Berlin gehörte.

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