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Wegen Corona-Regeln : Helge Schneider spielt nicht mehr mit

  • Aktualisiert am

Braucht sein Publikum: Entertainer, Musiker und Komiker Helge Schneider Bild: dpa

Helge Schneider will unter den Bedingungen der Corona-Krise nicht auftreten. Er werde nicht vor Autos oder Menschen, die Masken tragen und Abstand halten, auf der Bühne stehen, sagte er in einem Video. Falls sich dies nicht ändere, sei für ihn Schluss.

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          Der Komiker, Musiker und Entertainer Helge Schneider will während der Corona-Krise wegen der vorherrschenden Regeln nicht auftreten. „Meine Idee ist, erst wieder aufzutreten, wenn alle Freiheiten wieder da sind, wirklich alle, sonst geht es nicht“, sagte er am Dienstag in einer Videobotschaft auf Facebook. In dem Video sitzt Schneider auf einem Stuhl in seiner Werkstatt und spricht in ungewohnt ernstem Ton in die Kamera. „Meine Kunst lebt davon, dass ich ein Publikum habe, das seid ihr“, sagte er darin. In letzter Zeit sei es ihm nicht möglich gewesen, vor seinem Publikum aufzutreten und das werde auch noch sehr lange so sein.

          Schneider stellt in seinem Video klar, dass es ihm gut gehe, er aufräume und nachdenke. „Ich könnte nächstes Jahr in Rente gehen“, sagte er. Schneider wird dann 65 Jahre alt. Aber sein Leben sei seine Musik, seine Auftritte. „Ich bin ein Auftreter. Ich sehe mich als Arbeiter“, sagte er. Aber in der nächsten Zeit werde es für ihn nicht möglich sein, auf der Bühne zu stehen. Er werde nicht vor Autos auftreten, und nicht vor Menschen, die anderthalb Meter auseinander sitzen und Masken tragen.

          Auch in einem „Streaming-Dingsta-Bumsta“ werde er nicht auftreten. „Ich will mich damit auch nicht anfreunden, beim Streamen, da fehlt mir ja ein ganz wichtiger Teil von meiner Arbeit, das seid ihr.“ Am Ende der Nachricht bedankt er sich bei seinen Fans für die Zuwendung, die er erfahren habe. Er werde sich häufiger über Facebook melden. „Aber wenn es so weiter geht, war’s das“, sagte er.

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