https://www.faz.net/-gqz-99sq6

Handlettering : Die Kunst der schönen Worte

  • -Aktualisiert am

Bild: Franziska Deißler

Alle tippen nur noch? Von wegen. Handlettering heißt der Trend, der handgeformten Buchstaben weltweit ein Comeback verschafft.

          4 Min.

          Alles begann vor zwei Jahren auf einer Reise nach Schottland. „Whisky is sunlight, held together by water“, Whisky ist von Wasser zusammengehaltenes Sonnenlicht, las Franziska Deißler dort in verschnörkelter Schrift auf einer Speisekarte, und auch viele Schilder, die in kunstvoll handgeschriebenen Lettern auf Bars, Pubs und Cafés aufmerksam machten, fielen ihr ins Auge. Die Frankfurterin war begeistert. „Das will ich auch können!“, dachte sie - und hatte einen weltweiten Trend für sich entdeckt.

          Ursula Scheer

          Redakteurin im Feuilleton.

          Seit Industriestaatenbewohner fast nur noch auf elektronischen Geräten tippen und Sprachsoftware unseren Alltag erobert, erfährt das Schreiben mit der Hand wieder neue Wertschätzung. Dass Buchstaben nicht nur Worte bilden, sondern auch zur Dekoration verwendet werden können, dass man Lettern nicht nur schreiben, sondern auch zeichnen kann, ist als Erkenntnis so alt wie das Alphabet. Früher übersetzte man Schönschreiberei mit dem griechischen Wort Kalligraphie. Doch weil die neue Schriftmode aus Amerika kommt und einen verspielteren Ansatz hat, heißt sie auch hierzulande lässig Handlettering: Handlettern.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der britische Premierminister Boris Johnson (links) und Jean-Claude Juncker in Brüssel.

          Brexit-Einigung : Abschied von London

          Die Chance auf einen geregelten Brexit besteht. Europa muss das Thema hinter sich lassen, das so viele physische und psychische Ressourcen verbraucht hat. Doch die EU sollte sich nicht täuschen: Es verlässt nicht nur ein Nettozahler das gemeinsame Haus.

          Bernd Lucke : Nazischweine und Gesinnungsterror

          Vom AStA kann man nicht viel erwarten. Aber die Hamburger Regierung und die Universität leisten sich in Sachen Bernd Lucke eine peinliche Vorstellung.