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Grimme-Preis 2021 : Mai Thi Nguyen-Kim überzeugt auch die Grimme-Jury

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Die vielfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim, hier auf ihrem YouTube-Format „maiLab“. Bild: ARD

Beim Grimme-Preis 2021 räumen vor allem neue Serien und drei Journalistinnen ab. Mit von der Partie sind auch Joko & Klaas.

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          Bei der Verleihung der Grimme-Preise 2021 erhalten neben fünfzehn Fernsehproduktionen auch drei Journalistinnen eine Auszeichnung. Die besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV) geht an die „Tagesthemen“-Moderatorin Caren Miosga. Zudem wird die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim für die Informationsvermittlung zum Thema Corona mit dem Preis in der Kategorie „Besondere Journalistische Leistung“ ausgezeichnet. Isabel Schayani erhält den Grimme-Preis Spezial für ihre Berichterstattung aus dem griechischen Flüchtlingslager Moria. Die Preise werden in diesem Jahr zum 57. Mal vergeben. Die Verleihung ist für den 27. August geplant.

          Die Auszeichnungen im Wettbewerb Information und Kultur gehen an die Dokumentarfilme „Loveparade – Die Verhandlung“ (WDR/ARTE), „Der Ast, auf dem ich sitze“ (ZDF/3sat) über die Moral und Gerechtigkeit im Zusammenhang mit der Steuerpolitik in dem Schweizer Ort Zug und an „Vernichtet – Eine Familiengeschichte aus dem Holocaust“ (RBB/HR/NDR) über die Deportation und Ermordung der jüdischen Familie Labe.

          Mit dem Publikumspreis der Marler Gruppe wird der Mehrteiler „Afghanistan. Das verwundete Land“ (NDR/ARTE) geehrt. Mit den Preisen im Bereich Fiktion werden vor allem Serien ausgezeichnet: die europäische Politsatire „Parlament“ (One/WDR), die Netflix-Serie „Unorthodox“, die Impro-Serie „Für immer Sommer 90“ (ARD) und die Lockdown-Serie „Drinnen – Im Internet sind alle gleich“ (ZDF/ZDFneo). Als einziger Fernsehfilm erhält „Wir wären andere Menschen“ (ZDF) über Polizeigewalt in der deutschen Provinz einen Grimme-Preis.

          In der Kategorie Kinder und Jugend gehen die Auszeichnungen an den Kurzfilm „Masel Tov Cocktail“ (SWR/ARTE) über einen jüdischen Jugendlichen, der in Deutschland aufwächst, und an „Die Sendung mit dem Elefanten – Wir kriegen ein Baby“ (WDR). Die Jury ehrt zudem die Schauspielerin Mina-Giselle Rüffer für ihre „herausragende Darstellung“ der psychisch kranken Schülerin „Nora“ in der fünften Staffel der Jugendserie „DRUCK“ (funk/ZDF) mit einem Grimme-Preis Spezial.

          In der Kategorie Unterhaltung werden laut Jury Produktionen prämiert, die „durch ihre Unberechenbarkeit das Publikum überraschen und herausfordern“, darunter das Comedy-Format „Die Carolin Kebekus Show“ (WDR), die Homeoffice-Kabarett-Show „Noch nicht Schicht“ (ZDF/3sat) von Sebastian Pufpaff und „15 Minuten Joko & Klaas – Männerwelten“ (Pro7) über sexualisierte Gewalt an Frauen.

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