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F.A.Z.-Karikatur zu Putin : Greser & Lenz gewinnen Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen

  • Aktualisiert am

Diese Karikatur erschien am 23. März 2022 in dieser Zeitung. Bild: dpa

Seit vielen Jahren zeichnen Achim Greser und Heribert Lenz für die F.A.Z. Für eine Putin-Karikatur erhalten sie nun zum wiederholten Male den Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen.

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          Der „Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen“ geht an Achim Greser und Heribert Lenz für eine Putin-Karikatur. Die gemeinsam arbeitenden Karikaturisten zeigen unter dem Titel „Putin privat“ den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Bademantel auf einem roten Teppich durch den Kreml schreitend. In einer Sprechblase steht: „Igor, richten Sie mir ein Blutbad an“. Die Karikatur erschien 2022 in der F.A.Z. Der Preis für politische Karikatur wird vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) gestiftet. Die Sieger wurden am Montagabend veröffentlicht.

          Ein Bild von Putins Brutalität

          Unter dem Titel „Putin privat“ werde hier der in Bademantel und Schlappen durch goldene Kreml-Türen vor sich hin latschende russische Präsident porträtiert, der einer salutierenden Militär-Charge den Befehl gibt: „Igor, richten Sie mir ein Blutbad an“. Die Gleichzeitigkeit von privatem Auftreten, Glanz und maßlosem Auftrag verbildlichten die Brutalität, mit der Putin Russlands Krieg gegen die Ukraine führt, schreibt die Jury. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung wird anlässlich der Eröffnung der Ausstellung Rückblende 2022 in Berlin überreicht.

          Der zweite Preis des Karikaturenpreises, dotiert mit 2000 Euro geht an Klaus Stuttmann („Tagesspiegel“, und anderen Zeitungenb). Den dritten Preis (1000 Euro) erhält Burkhard Mohr für ein Bild, das in der „Süddeutschen Zeitung“ erschien.

          63 Karikaturisten nahmen teil

          Am Karikaturenpreis der deutschen Zeitungen im Rahmen der „Rückblende 2022“ nahmen 63 Karikaturistinnen und Karikaturisten teil. Die Preisverleihung in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz findet erstmals seit Ausbruch der Pandemie wieder mit Publikum statt.

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          Greser & Lenz : Immer im Bilde

          Preisgekrönt werden anlässlich der „Rückblende 2022“ auch die besten politischen Fotografien des vergangenen Jahres. Die von der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin gestiftete, mit 7000 Euro dotierte Auszeichnung für das beste Einzelfoto wird geteilt: Der Preis geht zum einen an den Frankfurter Fotografen Bernd Kammerer. Seine Aufnahme zeigt in Frankfurt eine Solidaritätsbekundung für die Ukraine. In der Mitte leuchtet ein Bildschirm, auf dem Präsident Wolodymyr Selenskyj zugeschaltet ist. Den Preis teilt er sich mit dem dpa-Fotografen Boris Roessler. Er nahm mit einer Drohne eine niedergebrannte Waldfläche in Hessen auf.

          Der Preis für die „Beste Serie“ geht an EPA-Fotograf Filip Singer, der eine jüdische Hochzeit von Ukraine-Flüchtlingen aus Odessa in Berlin aufgenommen hat. Den Preis „Das scharfe Sehen“ bekommt Photothek-Fotograf Florian Gaertner für seine Aufnahme rund um eine Kabinettsklausur: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sind als Schattenrisse in ein Gespräch vertieft zu sehen. Die renommierten Preise im Journalismus werden seit vielen Jahren vergeben, es war die 39. Ausgabe der Rückblende.

          Die ausgezeichneten Karikaturen und Fotos werden bis zum 14. Februar in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin (In den Ministergärten 6) gezeigt. Danach geht die Ausstellung „Rückblende“ auf Reisen und wird in Koblenz, Neustadt an der Weinstraße, Trier, Mainz, Bonn, Dortmund, Leipzig und Brüssel gezeigt. Zu sehen sind jeweils 50 Karikaturen sowie 100 Fotos und Serien, die eine unabhängige Jury aus weit mehr als 1000 eingereichten Arbeiten ausgewählt hat.

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