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Projekt „Green Motion“ : Film und Fernsehen sind jetzt Öko

Dreharbeiten im Grünen: Mit „Green Motion“ soll das grundsätzlich gelten. Bild: SWR/Benoît Linder

Die deutsche Film-, Fernseh- und Videobranche will etwas für den Klimaschutz tun. Sie verpflichtet sich zu nachhaltig ausgerichteter Produktion. Fast alle Sender und Produzenten machen mit. Was verbirgt sich hinter dem Label „Green Motion“?

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          In Berlin wird gerade über eine Koalition verhandelt, in der deutschen Medienlandschaft ist sie beschlossene Sache. Es ist eine Koalition, die sich vorgenommen hat, die ökologische Wende zu schaffen. „Green Motion“ lautet das Motto. Es bedeutet, dass die deutschen Film-, Fernseh- und Video-on-Demand-Anbieter nachhaltig und ökologisch sauber produzieren wollen. Sie haben eine Selbstverpflichtungserklärung zum Klimaschutz unterschrieben, der zufolge sie vom 1. Januar 2022 an Mindeststandards einhalten wollen, um die Kohlendioxid-Emission, welche die Branche verursacht, deutlich zu reduzieren. Es gibt einen umfassenden Verhaltenskatalog, der bis ins Detail regelt, wie gedreht und produziert werden soll. Wer die Kriterien erfüllt, darf sich – nach entsprechender Prüfung – mit dem Label „Green Motion“ schmücken.

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Bei der Koalition der Ökowilligen sind tatsächlich fast alle dabei: Bavaria Film, Constantin Film, Studio Hamburg, die UFA, We Are Era und Ziegler Film auf Seiten der Produzenten. Die Liste der Sender und Plattformen ist ebenfalls lang: ProSiebenSat.1, RTL Deutschland, Sky, Netflix, die Degeto Film der ARD, Bayerischer Rundfunk, MDR, NDR, RBB, SWR, WDR und das ZDF. Mit von der Partie sind ebenfalls die Filmförderungen: Hessen Film und Medien, Mitteldeutsche Medienförderung, die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, die MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, MV Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern und die nordmedia Film- und Mediengesellschaft. Unterstützt wird das Ganze von den Berufsverbänden, dem Bundesverband Schauspiel, dem Bundesverband Filmschnitt Editor, der Allianz Deutscher Produzenten, der Deutschen Filmakademie und dem Verband Technischer Betriebe für Film & Fernsehen.

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