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Google Glass und der Datenschutz : Putz mir die Datenbrille!

Brillenlos: Larry Page auf der Entwicklerkonferenz Google I/O Bild: dpa

Welche Daten will Google diesmal sammeln? Was erfährt der Träger, was erfahren die Menschen in seiner Umgebung davon? Kongressabgeordnete fragen Larry Page, was Google Glass alles sieht.

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          Acht amerikanische Kongressabgeordnete, angeführt von Joe Barton, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Datenschutzausschusses, haben ein paar Fragen: Fragen an den Google-Chef Larry Page, die sie in einem offenen Brief stellen. Es geht um den Schutz der Privatsphäre beim Einsatz der Datenbrille „Google Glass“.

          Fridtjof Küchemann
          Redakteur im Feuilleton.

          „Wir wüssten gern“, schreiben die Politiker, „wie Google zu verhindern plant, dass Google Glass unbeabsichtigt Daten von Nutzern/Nichtnutzern ohne deren Einwilligung sammelt?“ Das ist die Kardinalfrage. Und diese würzen die Verfasser des Briefs mit dem Hinweis, dass Google ja schon beim Street-View-Projekt im Jahr 2010 weltweit unerlaubt gesammelt hatte – damals ging es um WLan-Stationen.

          Gesichtserkennung am Kamin

          Wie also stellt Google sicher, dass beim Einsatz von Google Glass die Privatsphäre der Menschen im Umfeld eines Datenbrillenträgers geschützt bleibt? Wenn die Brille Menschen in ihrem Fokus identifizieren kann: Können die Nutzer auf diese Informationen zugreifen, und können die Nichtnutzer den Einsatz verhindern? Was passiert mit den anfallenden Daten? Wie wird Google seine Datenschutzrichtlinien für dieses Produkt ändern?

          Auch am Rande der Entwicklerkonferenz „Google I/O“ in dieser Woche ist das Unternehmen zum Datenschutz von Google Glass befragt worden. Das Online-Magazin „All Things D“ berichtet, der für Google Glass zuständige Produktdirektor, Steve Lee, habe bei einem Kamingespräch mit Entwicklern bestätigt, dass mit Gesichtserkennungstechnik experimentiert worden sei, sie werde im Produkt gegenwärtig jedoch nicht eingesetzt. Das Online-Magazin „The Next Web“ hingegen berichtet, das Entwicklerteam habe den Einsatz der Gesichtserkennungstechnik bei der Datenbrille zugegeben und auf ein Signal hingewiesen, das anzeige, wenn die Brille Aufnahmen mache. Die Abgeordneten erwarten die Antwort des Unternehmens zum 14.Juni.

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