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„Germany’s Next Topmodel“ : Pro Sieben holt das wegen Bombendrohung abgebrochene Finale nach

  • Aktualisiert am

Zuschauer verlassen nach einer Bombendrohung die SAP-Arena in Mannheim. Bild: dpa

Nach einer Bombendrohung musste das Finale von „Germany’s Next Topmodel“ in der Nacht abgebrochen worden. Ein verdächtiger Koffer stellte sich als harmlos heraus. Jetzt hat der Sender einen neuen Termin bekanntgegeben.

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          Nach dem Abbruch der Live-Fernsehsendung „Germany’s next Topmodel“ wegen einer Bombendrohung will die Polizei nach der anonymen Anruferin suchen. Die Ermittlungen würden am Freitag auf Hochtouren laufen, sagte ein Sprecher der Mannheimer Polizei am Morgen. Bisher fehle den Beamten noch jede Spur. „Alle sind jetzt erst mal wohlverdient in ihren Betten.“

          Zuvor hatten mehr als 100 Einsatzkräfte die Durchsuchung der SAP-Arena abgeschlossen, ohne etwas Verdächtiges zu finden. Ein verdächtiger Koffer sei untersucht worden, ohne dass Sprengstoff entdeckt wurde.

          Pro Sieben kündigte über Twitter ein neues Finale für den 28. Mai an. Jurorin Heidi Klum sagte im Fernsehsender Sat.1: „Wir werden ein Finale nachholen mit den Mädchen, wir werden schöne Aufgaben für die Mädchen haben, denn es wird eine Gewinnerin geben.“ In der Nacht hatte Jurorin Heidi Klum bereits getwittert, dass der Abend „leider nicht so zu Ende gegangen“ sei, wie sie es sich gewünscht habe. „Sicherheit geht vor!“, schrieb die 41-Jährige über einem Foto mit den vier Finalistinnen.

          Polizeipräsenz vor der Mannheimer Halle. Bilderstrecke

          Der Sender Pro Sieben hatte das Finale seiner Show „Germany’s next Topmodel“ am Donnerstagabend mitten in der Sendung wegen der Bombendrohung abgebrochen. Die knapp 10.000 Zuschauer wurden kurz nach 21.30 Uhr angewiesen, die SAP-Arena in Mannheim zu verlassen. Kurz nach 22.30 Uhr teilte der Sender über den Kurznachrichtendienst Twitter mit: „Es gab während des #GNTMFinales eine Bombendrohung. Die #SAP-Arena ist sicher evakuiert worden.“

          Wie die Polizei mitteilte, sei die Drohung telefonisch um ca. 21 Uhr bei der SAP Arena eingegangen. Da zusätzlich an einer der Garderoben ein verdächtiger Koffer gefunden wurde, hat der Veranstalter entschieden, die Halle vorsorglich zu evakuieren, um möglichst jede Gefährdung der Besucher auszuschließen.

          Später gab die Polizei Entwarnung: In dem Koffer sei keine Bombe versteckt. Auch im restlichen Gebäude wurde keine Bombe entdeckt. Mehr als 100 Einsatzkräfte und zwei Spürhunde waren fast vier Stunden mit der Durchsuchung beschäftigt. Die Polizei dementierte zudem einen Bericht, wonach es eine Festnahme gegeben haben soll. Zuvor hatte das Onlineportal der „Bild“ berichtet, ein Mann sei von der Polizei festgenommen worden. Er soll sich in der Werbepause Klum genähert und mit einer Bombe gedroht haben.

          Daraufhin sei Klum zusammen mit ihrer Tochter Leni und dem Rest der Jury aus der Halle und „an einen geheimen Ort gebracht“ worden. „Spiegel Online“ berichtete, die Angaben zu der Festnahme deckten sich mit Informationen eines Insiders vor Ort, der von einem Mann „mit einer Prinz-Eisenherz-Frisur“ berichtet habe.

          „Technische Probleme“

          Ein Hallensprecher hatte zunächst technische Probleme als Grund für die Evakuierung genannt. „Wegen technischer Probleme kann das Topmodel-Finale heute nicht weiter gesendet werden“, hieß es anfangs auch auf einem Laufband, das der Sender ausstrahlte. Viele Zuschauer ließen beim Verlassen der SAP Arena Jacken und Taschen auf ihren Plätzen zurück. Einige äußerten Unmut darüber, dass die Prominenten angeblich viel früher aus der Halle geführt worden seien - Augenzeugen berichteten von rund 20 Minuten Differenz. Einige Fans, die rund um der Halle standen, äußerten Unmut über die Evakuierung. Sie hatten den Eindruck, dass die Prominenten um Jurorin Heidi Klum bevorzugt behandelt worden seien.

          Die Zuschauer mussten die Halle sofort verlassen. Viele ließen in der Hektik Jacken und Taschen auf ihren Plätzen zurück. Zahlreiche Mädchen standen nach der Räumung frierend ohne Jacken auf dem Parkplatz. Später wurden sie angewiesen, nach Hause zu gehen. Ein Video eines Zuschauers zeigt die Räumung der Arena.

          Vier junge Frauen kämpften im Finale der 10. Staffel um den Titel „Topmodel“ 2015. Der Sender strahlte am Abend ein Alternativprogramm aus. Der britische Sänger Olly Murs, der in der Show auftreten sollte, zeigte sich auf Twitter schockiert.

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