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Vor dem Deutschen Radiopreis : Radio hat eine besondere Kraft, und das ist die Vielfalt

Radio habe eine solche Selbstverständlichkeit „fernab von allem Federboa-Charme“, dass die Besten auszuzeichnen manchen erst einmal suspekt war, sagt Joachim Knuth. Bild: NDR

Der Deutsche Radiopreis steht an. Er wird zum zehnten Mal vergeben. Wieso gibt es ihn erst so kurz, sind die Radioleute zu bescheiden? Was wird aus dem Medium – digitales Radio oder Streams im Netz? NDR-Hörfunkchef Joachim Knuth weiß es.

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          Am Mittwoch wird der Deutsche Radiopreis zum zehnten Mal vergeben. Sie haben den Preis mit aus der Taufe gehoben. War das eigentlich schwierig vor zehn Jahren, öffentlich-rechtliche und private Radiosender an einen Tisch zu bekommen?

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Das brauchte ein bisschen Überzeugungsarbeit, weil es in den Jahren zuvor schon den einen oder anderen erfolglosen Versuch gegeben hatte, so etwas zu initiieren. Wir haben damals aber gemeinsam – also die ganze Branche –, festgestellt, dass die Idee größer sein könnte als die Risiken und Bedenken gegen einen Radiopreis. Wir haben uns auf Grundlagen geeinigt, die bis heute Bestand haben: Die Jury ist von den Veranstaltern unabhängig. Und wir, die öffentlich-rechtlichen und die privaten Sender, planen für die Preis-Gala gemeinsam. Wir sagen uns: Das ist der Tag des deutschen Radios, es wird an diesem Tag wie unter dem Brennglas durchleuchtet. Die Schwierigkeit beim Radiopreis lag auch weniger darin, ihn im ersten Jahr zu gestalten, sondern ihn auf Strecke zu bringen und vital zu halten.

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