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Gespräch mit Stefan Raue : Unser Sender ist ein Kind der deutschen Einheit

Ort mit klangvoller Geschichte: Im Berliner Funkhaus entsteht heute das Programm von Deutschlandfunk Kultur. Bild: DLR

Mann mit Integrationsauftrag: Der Intendant des Deutschlandradios spricht im F.A.Z.-Interview über die Vereinigung von Ost und West, das unnötige Volumen der AfD – und warum sein Sender die Hörer duzt.

          8 Min.

          Wenn man den Namen „Deutschlandradio“ hört, denkt man: Das muss der älteste Sender Deutschlands sein. Aber von wegen. Das Deutschlandradio wird gerade einmal fünfundzwanzig. Ist das Deutschlandradio ein junger oder ein alter Sender?

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Teils, teils. Ich bin Historiker, und ich kann dem Alten sehr viel Gutes abringen. Aber es kommt immer darauf an, wie man zu seinen Traditionen steht. Man kann den nostalgischen Blick haben, den archivarischen, den monumentalen, und man kann den kritischen Blick haben und fragen: Was haben wir aufgebaut? Deutschlandradio ist ein Kind der deutschen Einheit. Es wurde gegründet aus einem westdeutschen Sender, dem Deutschlandfunk, einem West-Berliner Sender, RIAS, und einem Ost-Berliner Sender, der vom Runden Tisch gegründet wurde, dem Deutschlandsender Kultur. Deutschlandradio ist ein Sender, der zur alten, ehrwürdigen Tradition des Radios steht.

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